Der sogenannte Stiefelbaum findet in der Vulkaneifel nahe Hontheim, direkt an der Bundesstraße B 421. Es handelt sich um eine einzelne Eiche am Straßenrand, die auf den ersten Blick unscheinbar wirkt – wäre da nicht der ungewöhnliche „Schmuck“ in ihren Ästen: zahlreiche alte Stiefel und Schuhe. Seinen Namen verdankt der Baum einem Brauch aus der Zeit der Stationierung amerikanischer Streitkräfte in der Region.
Das Weihnachtshaus in Ober Kostenz ist ein liebevoll gestalteter Blickfang in der Advents- und Weihnachtszeit, der weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist. Die Idee entstand aus der privaten Initiative einer Familie mit großer Freude daran, anderen Menschen mit Licht, Farbe und weihnachtlichen Motiven eine besondere Zeit zu schenken.
Wenn in der kalten Jahreszeit die Nächte länger werden und die Dunkelheit ins Mörsdorfer Bachtal zieht, entfaltet sich seit einigen Jahren an einem der Adventswochenenden ein ganz besonderer Zauber: Die Geierlay-Brücke erstrahlt im Glanz tausender Lichter und erleuchtet die Nacht. Die „Geierlights“ verwandeln die schönste Hängeseilbrücke Deutschlands in ein fast schon magisches, leuchtendes Kunstwerk mitten in der Natur, das Groß und Klein in seinen funkelnden Bann zieht.
Tief verborgen im Hahnenbachtal, westlich von Schneppenbach nahe Kirn, liegt eine der bedeutendsten und ältesten Burgen des Hunsrück-Nahe-Raums: die Schmidtburg. Mit einer Länge von über 200 Metern und einer Breite von bis zu 73 Metern zählt sie zu den größten Höhenburgen der Region. Strategisch günstig gelegen war die Schmidtburg über die Jahrhunderte hinweg eine bedeutende Festung. Von hier wurden wichtige Handelswege kontrolliert und sie war ein zentraler Punkt der Herrschaftsgebiete im Naheland.
Die Ruine der Schmidtburg ist heute frei zugänglich und ein beliebtes Ziel für Wanderer und Geschichtsinteressierte. Die Anlage ist über verschiedene Wanderwege erreichbar, darunter der Hahnenbachtal-Traumschleifenweg, der durch eine beeindruckende Naturlandschaft mit Felsen, Wald und dem idyllischen Hahnenbach führt.
An der Moselschleifen bei Bremm findet sich, dicht umgeben von Reben, die Klosterruine Stuben. Direkt gegenüber eines der steilsten Weinberge Europas, dem Calmont, thront sie fast mystisch auf einer langgestreckten Halbinsel zwischen den Orten Neef und Bremm – umgeben von Weinreben, dem glitzernden Wasser der Mosel und der Geschichte eines besonderen Ortes. Die Klosterruine ist heute ein beliebter Ort für Konzerte, Open-Air-Theater und sogar Hochzeiten. Besonders das Moselmusikfestival nutzt die stimmungsvolle Kulisse regelmäßig für Veranstaltungen. An anderen Tagen ist das Gelände abgesperrt, aber allein der Blick von außen lohnt sich.
Wer Traben-Trarbach – einst um 1900 nach Bordeaux der zweitgrößte Weinumschlagplatz Europas – besucht, denkt vielleicht zuerst an Wein, an Jugendstil und Moselromantik. Doch unter der Oberfläche dieser Stadt verbirgt sich ein ganz eigenes Stück beeindruckender Geschichte. Denn unter den Straßen und Häusern liegen zahlreiche alte Kellergewölbe von teils erstaunlicher Größe, die bis heute erhalten sind und Besuchern einen eindrucksvollen Blick in die Vergangenheit des Weinhandels gewährt. Seit nunmehr fast 20 Jahren haben sich Führungen durch diese „Traben-Trarbacher Unterwelt“ etabliert, ebenso wie seit 2011 ein jährlich stattfindender unterirdischer Weihnachtsmarkt, der Mosel-Wein-Nachts-Markt.
Mitten im Hunsrück, unweit des Flughafens Hahn und eingebettet zwischen Feldern, Wäldern und sanften Hügeln, liegt ein Ort, der eine besondere Bedeutung für das Land Rheinland-Pfalz trägt: Bärenbach. Seit 1982 darf sich der Ort im Rhein-Hunsrück-Kreis nach mehreren Berechnungen ganz offiziell als geografischer Mittelpunkt des Bundeslandes bezeichnen.
Versteckt im dichten Utschen Wald, unweit der Grenze zwischen Seibersbach und Rheinböllen, liegt ein stiller Zeuge vergangener Zeiten: die Ruine der Karlsburg. Hoch über dem Guldenbachtal erhebt sich auf einem schroffen Felsen ein einsamer Aussichtsturm – das letzte erhaltene Fragment einer einstigen, neugotischen Fantasieburg.
Wer durch das malerische Moseltal reist, begegnet immer wieder beeindruckenden Bauwerken, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Eines davon ist der Pündericher Hangviadukt, ein architektonisches Juwel und zugleich der längste Hangviadukt Deutschlands. Mit seinen 92 Bögen und einer Länge von 786 Metern zieht er Eisenbahnliebhaber, Wanderer und Fotografen gleichermaßen in seinen Bann. Wie durch ein kleines Wunder überlebte es nahezu unbeschadet die Bombardierungen gegen Endes des Zweiten Weltkrieges.
An der Autobahn A61 – am Übergang zwischen Eifel und Hunsrück, hoch über den Moselorten Dieblich und Winningen – findet sich der Aussichtspunkt Moseltal. Die kleine Raststätte Winningen-Ost bzw. -West besticht durch ihren wunderbaren Blick über die darunter liegende Terrassen-Mosel und ist ein echtes Highlight für Reisende und Naturfreunde. Neben der riesigen Brücke, die das Tal überspannt und unterquert werden kann, verbirgt sich in unmittelbarer Nähe zudem ein historisches Relikt, das bei den Bauarbeiten Anfang der 70er Jahre gefunden wurde: Eine Römische Villa rustica, ein Zeugnis aus der Zeit um 200 n. Chr.
In diesem Blog stelle ich Orte, Sehenswürdigkeiten, Cafés, Veranstaltungen und vieles mehr in den Regionen Eifel, Mosel und Hunsrück vor. Lasst euch inspirieren und entdeckt was Neues!