Die Burg Baldenau ist eine aus dem frühen 14. Jh. stammende Wasserburg, die Erzbischof Balduin von Trier zur Sicherung seines Territoriums im Hunsrück errichten ließ. Sie teilte das Schicksal fast aller Burgen in der Region, als sie im 17. Jahrhundert den pfälzischen Erbfolgekriegen unter Ludwig dem XIV. zum Opfer fiel und zerstört wurde. Die heutige Ruine findet sich etwas abgeschieden, in ruhiger Lage und inspirierte in den 80ern bereits Regisseur Edgar Reitz, der sie als Kulisse in einem seiner berühmten Heimat-Filme verwendete. Besuchern ist sie frei zugängig und lädt auch zu Spaziergängen in der wunderschön idyllischen Sumpflandschaft ein, die die Baldenau heute umgibt.
Archiv der Kategorie: Sehenswürdigkeiten
Das Moseltal blickt auf eine lange Siedlungstradition zurück. Hier gibt es – nicht nur – aus den Zeiten der Kelten und Römer, manches zu entdecken…
Grevenburg – Die Gräfin hoch über der Mosel…
Hoch über dem Ortsteil Traben erhebt sich die Ruine der einst stattlichen Grafen- bzw. „Grevenburg“. Erbaut durch Johann den III., Graf von Sponheim und Sohn der berühmten Gräfin Loretta von Sponheim, geborene von Salm, wachte sie einst als Hüterin über die Stadt Trarbach. Zu diesem Zweck war der Ort einst von einer hohen Mauer umgeben, die nur durch drei Stadttore unterbrochen wurde – das Schott-, das Weiher- und das Moseltor, welche heute leider alle nicht mehr erhalten sind. Noch heute findet sich jedoch der Stadtturm im Wappen von Trarbach, als Symbol für die wehrhafte Stadt. Heute ist dieser als Aussichtsplattform frei zugänglich und erfreut die Gäste jeden Tag um 17 Uhr mit seinem Glockenspiel. Grevenburg – Die Gräfin hoch über der Mosel… weiterlesen
Burg Kastellaun
Die Höhenburg bei Kastellaun wurde im 13. Jh, wie auch die Grevenburg oder Starkenburg an der Mosel vom Grafengeschlecht der Sponheimer erbaut. Sie war einst unterteilt in eine Haupt- und eine Vorburg, wobei die hohen Herren in ersterem residierten. Die Vorburg diente der Bewirtschaftung der Burg und beherbergte Ställe und Werkstätten. Im Jahr 1689 wurde sie im Rahmen des Pfälzischen Erbfolgekrieges unter Ludwig XIV. von Frankreich, ebenso wie die Festung Mont Royal, von französischen Truppen gesprengt, wobei teilweise die Sprengsätze nicht zündete, weshalb beispielsweise der eindrucksvolle Pulverturm noch heute erhalten ist. Mittlerweile dient die Ruine der Burg Kastellaun als Freilichtbühne, Restaurant und Museum, sowie als Veranstaltungsort für wechselnde mittelalterliche Events.
Schinderhannesturm Simmern
Bereits auf der Bundesstraße kündet ein Hinweisschild vom Wahrzeichen der Kreisstadt Simmern: Einst als ausbruchssicher geltend, fand der ehemals als Gefängnis genutzte Turm in Johannes Bückler, genannt „Schinderhannes“, seinen Meister und Namensgeber. Dem berüchtigten Räuberhauptmann gelang im Jahr 1799 die Flucht, nachdem er zuvor aufgrund der Raubzüge, die er mit seiner Bande unternommen hatte, in Simmern inhaftiert worden war. Heute beherbergt der Turm zahlreiche Ausstellungsstücke rund um das Thema „Realität und Mythos des Schinderhannes“ und auch die alte Gefängniszelle kann besichtigt werden.
Hunsrückdom (Kloster Ravengiersburg)
Fährt man mit dem Auto von der Bundesstraße 50 kommend die Serpentinen nach Ravengiersburg hinunter, so bietet sich einem ein imposanter Anblick: Der Hunsrückdom auf einer Anhöhe, dem der Ort zu Füßen liegt. Einst als Augustiner Kloster erbaut, ist es, aus dem Jahr 1074 stammend, das älteste seiner Art, das sich im Hunsrück finden lässt. Seit 1566 ist der Bau im Besitz der katholischen Kirche und wird heute entsprechend als solche genutzt. Im 18. Jh. erhielt der „Hunsrückdom“, nach mehreren Zerstörungen, sein jetziges Aussehen. Für den vorbeifahrenden Reisenden ist ein Besuch der imposanten Kirche – hat man sie einmal erblickt, wie sie unwirklich und fast zu groß da auf ihrer Anhöhe trohnt – wohl fast unumgänglich.
Bismarckturm Sargenroth (Hunsrück)
Zu Ehren des ersten deutschen Reichskanzlers Fürst Otto von Bismarck wurden in der ganzen Welt verteilt – nach einer Idee der Deutschen Studentenschaft – Anfang des 20. Jh. ganze 240 sogenannten „Bismarcktürme“ errichtet. Der ursprüngliche Gedanke hinter diesen Türmen war die Errichtung eines Netzwerks möglichst vieler Feuersäulen, die zu Ehren Bismarcks dann zu verschiedenen Anlässen entzündet wurden. Von den ehemals 184 Türmen auf deutschem Boden, sind aktuell noch 146 erhalten – einer davon jener bei Sargenroth. Bismarckturm Sargenroth (Hunsrück) weiterlesen
Festung Mont Royal – Vermessen und Vergessen
Die im 17. Jh. durch die Franzosen erbaute Festung Mont Royal trohnte einst als Versorgungsfestung für die Stellungen der Rheinfront hoch über dem Moseltal. Doch nach nur 11 Jahren wurde sie von ihren Erbauern selbst, dem Erdboden gleich gemacht. Über die Jahre wuchsen Wald und Erde über die Trümmer und Mauern, bis der ehrenamtliche Heimatforscher und Gründer des Mittelmoselmuseums Dr. Ernst Willen Spieß mit vielen freiwilligen Helfern die erhaltenen Überreste wieder freilegte, sodass wir sie heute durchwandern und erkunden können. Neusten Erkenntnissen zufolge war die Festung Mont Royal die größte ihrer Art in ganz Europa. Festung Mont Royal – Vermessen und Vergessen weiterlesen
Altrömische Kelteranlage Brauneberg / Mosel
Wer einen Ausflug an die Mosel plant oder gar hier geboren und aufgewachsen ist, der kommt nicht umhin sich sowohl mit dem süßen Rebensaft, als auch mit dessen Geschichte und Weg an die Mosel, auseinanderzusetzen. Wie schön ist es da, wenn Geschichte zu etwas Greifbarem und Erlebbarem wird. So wie beispielsweise in der Römischen Kelteranlage in Brauneberg aus dem 3. Jh. nach Christus. Bei einem Rundgang durch diese wird, dank der vielen ausführlichen Beschilderungen, die römische Arbeitsweise bei der Weinherstellung für Groß und Klein eindrucksvoll erklärt.
Weitere, ausführlichere Infos zur Anlage: siehe unten… Altrömische Kelteranlage Brauneberg / Mosel weiterlesen