Inmitten der sanften Hunsrückhöhen liegt der kleine Ort Zilshausen – mit nicht einmal 300 Einwohnern, aber einem ganz besonderen Ausflugsziel, das vor allem bei Familien und Naturfreunden für Begeisterung sorgt: Die Kugelbahn von Zilshausen. Sie ist nicht nur liebevoll gestaltet, sondern mit rund 400 Metern Länge auch die längste ihrer Art in Rheinland-Pfalz. Ein Ort, an dem Bewegung, Technik und Natur auf spielerische Weise zusammenfinden. Kugeln kann man dabei für 1-2 € direkt vor Ort kaufen und diese auf den beiden Bahnen entweder in ein Wettrennen schicken oder aber durch verschiedene Mitmach-Hindernisse lenken.
Wer Traben-Trarbach – einst um 1900 nach Bordeaux der zweitgrößte Weinumschlagplatz Europas – besucht, denkt vielleicht zuerst an Wein, an Jugendstil und Moselromantik. Doch unter der Oberfläche dieser Stadt verbirgt sich ein ganz eigenes Stück beeindruckender Geschichte. Denn unter den Straßen und Häusern liegen zahlreiche alte Kellergewölbe von teils erstaunlicher Größe, die bis heute erhalten sind und Besuchern einen eindrucksvollen Blick in die Vergangenheit des Weinhandels gewährt. Seit nunmehr fast 20 Jahren haben sich Führungen durch diese „Traben-Trarbacher Unterwelt“ etabliert, ebenso wie seit 2011 ein jährlich stattfindender unterirdischer Weihnachtsmarkt, der Mosel-Wein-Nachts-Markt.
Mitten im Hunsrück, unweit des Flughafens Hahn und eingebettet zwischen Feldern, Wäldern und sanften Hügeln, liegt ein Ort, der eine besondere Bedeutung für das Land Rheinland-Pfalz trägt: Bärenbach. Seit 1982 darf sich der Ort im Rhein-Hunsrück-Kreis nach mehreren Berechnungen ganz offiziell als geografischer Mittelpunkt des Bundeslandes bezeichnen.
Nur wenige Gehminuten nördlich der Hunsrücker Kreisstadt Simmern liegt ein echtes Kleinod der Naherholung: der Simmersee. Eingebettet in eine grüne Auenlandschaft und begleitet vom plätschernden Simmerbach, bietet dieser Ort alles, was es für eine kleine Auszeit braucht – egal ob man Ruhe sucht oder aktiv unterwegs sein möchte. Von hier aus startet auch der ca. 10 km lange Bachwanderweg, aber auch ein kleiner Rundgang um den See oder entlang des Bienenlehrpfades lassen einen die Natur genießen und zur Ruhe kommen. Zahlreiche Bänke um den See laden zum Verweilen ein.
Wenn der Frühling Einzug hält und die ersten warmen Sonnenstrahlen über die steilen Weinberge und sanften Täler der Moselregion streichen, beginnt ein Schauspiel, das jedes Jahr aufs Neue begeistert: Die Pfirsichbaumblüte. Die Blütezeit des roten Weinbergspfirsichs beginnt bereits im März, noch bevor viele andere Obstbäume blühen – und verwandelt die steilen Lagen der Mosel in eine pastellrosa Traumlandschaft.
Über 2.000 Pfirsichbäume finden sich dabei rund um die Moselschleife bei Ediger-Eller, Bremm und Neef. Das Gebiet gilt als Hauptanbauzone des roten Mosel-Weinbergpfirsichs, einer aromatischen und robusten Frucht mit Tradition, die man als Likör, Marmelade, Chutney und in vielen anderen Varianten verkosten kann. Ein Wanderweg von knapp 7 km Länge mit einer kleinen Bahnfahrt lädt dazu ein zwischen den duftenden Blüten zu lustwandeln.
Versteckt im dichten Utschen Wald, unweit der Grenze zwischen Seibersbach und Rheinböllen, liegt ein stiller Zeuge vergangener Zeiten: die Ruine der Karlsburg. Hoch über dem Guldenbachtal erhebt sich auf einem schroffen Felsen ein einsamer Aussichtsturm – das letzte erhaltene Fragment einer einstigen, neugotischen Fantasieburg.
Hoch über Bernkastel-Kues, auf dem sonnigen Kueser Plateau, liegt ein ganz besonderer Ort der Ruhe und Regeneration: der neue Kurpark. Seit seiner feierlichen Eröffnung im Mai 2024 lädt er Gäste und Einheimische ein Natur und Gesundheit auf moderne Weise zu erleben – und das mitten im „Heilklimatischen Kurort“ Bernkastel-Kues. Ein besonderes Element ist der ebenfalls neu entstandene Skywalk, eine spektakuläre, luftige Aussichtsplattform mit Weitblick. Von hier aus eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama: Die Burg Landshut, die sonnenverwöhnten Weinberge und der historische Stadtkern von Bernkastel-Kues liegen den Besuchern zu Füßen.
Wer durch das malerische Moseltal reist, begegnet immer wieder beeindruckenden Bauwerken, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Eines davon ist der Pündericher Hangviadukt, ein architektonisches Juwel und zugleich der längste Hangviadukt Deutschlands. Mit seinen 92 Bögen und einer Länge von 786 Metern zieht er Eisenbahnliebhaber, Wanderer und Fotografen gleichermaßen in seinen Bann. Wie durch ein kleines Wunder überlebte es nahezu unbeschadet die Bombardierungen gegen Endes des Zweiten Weltkrieges.
An der Autobahn A61 – am Übergang zwischen Eifel und Hunsrück, hoch über den Moselorten Dieblich und Winningen – findet sich der Aussichtspunkt Moseltal. Die kleine Raststätte Winningen-Ost bzw. -West besticht durch ihren wunderbaren Blick über die darunter liegende Terrassen-Mosel und ist ein echtes Highlight für Reisende und Naturfreunde. Neben der riesigen Brücke, die das Tal überspannt und unterquert werden kann, verbirgt sich in unmittelbarer Nähe zudem ein historisches Relikt, das bei den Bauarbeiten Anfang der 70er Jahre gefunden wurde: Eine Römische Villa rustica, ein Zeugnis aus der Zeit um 200 n. Chr.
Hoch über der Gemeinde Dill im Hunsrück trohnt die Ruine der Dillburg. Erbaut im 11. Jahrhundert, fiel sie Ende des 17. Jahrhunderts wie so viele Burgen in der Region den französischen Erbfolgekriegen zum Opfer und wurde zerstört. Der größte, noch erhaltene Teil der einstigen Oberburg sind die drei Mauern des viergschossigen Wohnbaus. Darunter gelegen und ebenfalls noch sichtbar findet sich ein Tonnengewölbe. Vom einstigen Bergfried sind heute nur noch die Grundmauern erhalten.
In diesem Blog stelle ich Orte, Sehenswürdigkeiten, Cafés, Veranstaltungen und vieles mehr in den Regionen Eifel, Mosel und Hunsrück vor. Lasst euch inspirieren und entdeckt was Neues!