Am 03.10. begann für Wanderfreunde aus nah und fern bereits in aller Frühe ein besonderer Tag: Der Wander-Marathon-Eifel. Bereits um 7 Uhr Morgens trafen sich zahlreiche Wanderlustige am „Platz an der Lieser“ in Wittlich. Ab hier ging es zeitversetzt auf die Strecken:
Als Erste starteten um 7 Uhr die ganz Mutigen über die 42 km Marathondistanz. Ab 9 Uhr folgten die 21 km Halbmarathon-Wanderer und ab 11:30 Uhr folgte der Start für die – auch für Familien geeignete – Kurzstrecken-Distanz.
So war auch in diesem Jahr beim Wander-Marathon-Eifel für jeden etwas dabei, was viele naturbegeisterte Menschen auf die Strecken lockte.
Dem kleinen Hunsrückort Mörsdorf ist im Jahr 2015 ein touristischer Coup geglückt: Mit Eröffnung der bis dato längsten Hängeseilbrücke Deutschlands kamen die wander- und abenteuerlustigen in Scharen in den Hunsrück. Inzwischen ist die eindrucksvolle Brücke zwar nicht mehr die längste, doch Mörsdorf hat schlagfertig reagiert, denn ab sofort haben sie hier im Hunsrück die schönste Hängeseilbrücke Deutschlands. Ob als Kurzbesuch oder Tagestour mit Wanderung, das Bauwerk lohnt einen Ausflug und wer sich nicht hinüber traut, der kann auch darunter hindurch wandern oder auf einer der vielen Sitzgelegenheiten mit Blick auf die Brücke bei einem leckeren Picknick auf die mutigen Freunde und Verwandten warten, die es wagen die Brücke zu überqueren.
Tief in der südlichen Eifel, nahe Bitburg, liegt die 300-Einwohner-Gemeinde Gondorf. Seit mehr als 50 Jahren ist hier der größte Wild- und Erlebnispark in Rheinland-Pfalz beheimatet: Der „Eifelpark“. Auf 750.000 m2 tummeln sich hier zahlreiche Wildtiere nebst bunten Attraktionen und Fahrgeschäften, die jedes Kinderherz höher schlagen lassen. Knapp 52 km von Traben-Trarbach entfernt ist ein Ausflug nach Gondorf eine tolle Tagestour für die ganze Familie!
Fährt man nichts ahnend mit dem Auto durch Wolf, so wird einem die Cafébar Leon wohl unweigerlich durch die Lappen gehen. Unscheinbar versteckt im Wolfer Industriegebiet ist sie besser vom nahe gelegenen Fahrradweg, als von der eigentlichen Straße einsehbar und somit ein wahrer Touristenmagnet. Die vielen Fahrradständer an der Mosel laden den erschöpften Radler ein, auf der überdachten Terrasse Kaffee, Kuchen, Kaltgetränke oder einen erfrischenden Frozen Yoghurt zu sich zu nehmen und dabei den Blick auf die Mosel zu genießen. Das Ambiente könnte man sich auf einer in der Mittelmeerregion gelegenen Finca nicht schöner vorstellen und somit ist die Cafébar Leon der ideale Ort um als Besucher oder Einheimischer einfach mal die Seele baumeln zu lassen und Landschaft und Speis/Trank zu genießen.
Im Jahr 2011/12 ließen sich die Bewohner der Doppelstadt Traben-Trarbach etwas cleveres einfallen: Warum nicht die vielen unterirdischen Keller, die Zeugen des einst florierenden Weinhandels, für einen regenfesten und urig romantischen unterirdischen Wein-Nachts-Markt nutzen? Gesagt, getan. Was mit einem einzelnen Markt-Keller unter dem jetzigen Hotel Moselschlösschen und einem Ausstellungskeller sowie vielen Konzerten begann, wuchs in den folgenden Jahren zu einem wahren Publikumsmagneten heran. Inzwischen verteilt sich der „Mosel-Wein-Nachts-Markt“ auf ganze fünf großen Kelleranlagen (einschließlich dem Museumskeller unter der Brücke), einer Schlittschuhbahn, wechselnden Ausstellungen im Alten Bahnhof Traben und und und… Ein Besuch an der Mosel, gerade in der Weihnachtszeit lohnt also in jedem Fall. Und das Beste: Wem die Vorweihnachtszeit einfach zu stressig ist: Der Markt ist bis in den Januar hinein geöffnet.
Wer mit dem Auto durch den Weinort Kröv fährt, dem fällt nahe der Straße unweigerlich ein prachtvolles Fachwerkhaus mit seinen drei Giebeln ins Auge. Es ist das heute als „Dreigiebelhaus“ bekannte ehemalige Rathaus des „Kröver Reiches“ und stammt aus dem 17. Jahrhundert. Seit vielen Jahren ist es im Besitz der Winzerfamilie Klein und beherbergt inzwischen Weingut, Strausswirtschaft, Gästezimmer und Trauzimmer. Ein Besuch im Haus oder dem angrenzenden Garten ist somit immer ein Erlebnis.
Bei schönem Wetter zieht es uns unweigerlich nach draußen, in die wunderschöne Natur an der Mosel und auch in der angrenzenden Eifel und dem Hunsrück. Was für die Mosel der „Moselsteig“ mit seinen „Seitensprüngen“ ist, das sind im Hunsrück die Traumschleifen. Die Baybachklamm ist eine der schönsten unter ihnen und wurde zurecht schon viele Male ausgezeichnet. Vom Deutschen Wanderinstitut wurde sie mit 90 Erlebnispunkten bewertet. Auf dem Weg durch den Wald, vorbei an kleinen Bachläufen und teils auch über schroffen Fels finden sich viele fast märchenhafte Orte, die zum Verweilen einladen. Mit knapp 10,5 Kilometern und 413 Höhenmetern ist sie gut zu schaffen und bietet unterwegs auch die Möglichkeit zur Rast im Restaurant/Hotel „Schmausemühle“, die von weniger mobilen Mitreisenden auch direkt mit dem Auto angesteuert werden kann.
Idar-Oberstein, die Edelsteinstadt im Hunsrück ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt und berühmt. Touristen aus aller Welt lockt der Ort mit seinen bunten funkelnden Steinen. An nahezu jedem Haus, jedem Brunnen, in jeder Straße sind die Edelsteine präsent. Doch kann man sie hier nicht nur in allen Farben und Formen kaufen, sondern auch ihren Werdegang von den Edelsteinminen über die historische Weiherschleife bis hin zu wahren Kunstwerken im Deutschen Edelsteinmuseum verfolgen. In Idar-Oberstein lässt sich gut und gerne auch mehr als ein ganzer Tag ohne Langeweile verbringen – ein Erlebnis für groß und klein, von dem jeder bestimmt auch sein ganz persönliches Andenken mit nach Hause nimmt.
Ausführlichere Informationen zur Stadt und den einzelnen Sehenswürdigkeiten gibt es hier:
Was für großartige Dinge man mit knapp 2600 motivierten Einwohnern in einer kleinen Stadt auf die Beine stellen kann beweist Oberwesel am Rhein alle zwei Jahre: Der gesamte Ort begibt sich am Pfingstwochenende auf eine Zeitreise, wie sie in einer solchen Größe anderswo selten zu finden ist. Straßenlaternen werden verhüllt, Schilder abgedeckt, alles moderne versteck – Garagen werden zu mittelalterlichen Ständen, Weinkeller zu Tavernen. Der Ort bietet mit seinen Fachwerkhäusern, Türmen und engen Gassen wunderbare Voraussetzungen für ein mittelalterliches Spectaculum. Mit Stroh, bunten Fahnen und unzähligen Marktständen liebevoll gestaltet und von hunderten gewandeten Händlern, Gauklern, Rittern und Gästen belebt, wird ein Besuch hier zu einem unvergesslichen Erlebnis für Groß und Klein.
Nächster Termin: wahrscheinlich 19.-21. Mai 2018
Weitere Informationen zum Spectaculum gibt es hier…
Entlang der Mosel findet sich seit dem Jahr 2014 der knapp 365 km lange Fernwanderweg „Moselsteig“, der die Wanderer von Perl an der Obermosel bis hin zu ihrer Mündung nach Koblenz führt. Der „Collis Steilpfad“ bei Zell stellt an die Wanderer durch seine Steilheit besondere Anforderungen an Trittsicherheit und Kondition. Mit seiner schönen Aussicht, dem anspruchsvollen Aufstieg und der Möglichkeit eines Abstiegs durch die Weinberge ist er aber auch ein willkommener Appetithappen für alle, die ein wenig „Moselsteig“-Luft schnuppern wollen.
In diesem Blog stelle ich Orte, Sehenswürdigkeiten, Cafés, Veranstaltungen und vieles mehr in den Regionen Eifel, Mosel und Hunsrück vor. Lasst euch inspirieren und entdeckt was Neues!