Traumschleife Baybachklamm (Hunsrück)

Bei schönem Wetter zieht es uns unweigerlich nach draußen, in die wunderschöne Natur an der Mosel und auch in der angrenzenden Eifel und dem Hunsrück. Was für die Mosel der „Moselsteig“ mit seinen „Seitensprüngen“ ist, das sind im Hunsrück die Traumschleifen. Die Baybachklamm ist eine der schönsten unter ihnen und wurde zurecht schon viele Male ausgezeichnet. Vom Deutschen Wanderinstitut wurde sie mit 90 Erlebnispunkten bewertet. Auf dem Weg durch den Wald, vorbei an kleinen Bachläufen und teils auch über schroffen Fels finden sich viele fast märchenhafte Orte, die zum Verweilen einladen. Mit knapp 10,5 Kilometern und 413 Höhenmetern ist sie gut zu schaffen und bietet unterwegs auch die Möglichkeit zur Rast im Restaurant/Hotel „Schmausemühle“, die von weniger mobilen Mitreisenden auch direkt mit dem Auto angesteuert werden kann.

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Als „Klamm“ wird im bairischen Dialekt eine enge Schlucht mit teils überhängenden Felsen bezeichnet. So führt der Weg durch die Baybachklamm entlang des Baybachs über kleine Brücken und schmale Pfade, hinauf auf die felsigen Höhen.

Über kleine Brücken und teils schroffen Fels geht der Weg. Hier gilt es sich manches Mal gut festzuhalten! © Stephanie Zang
Über kleine Brücken und teils schroffen Fels geht der Weg. Hier gilt es sich manches Mal gut festzuhalten! © Stephanie Zang

Der Beginn der Tour ist der Wanderparkplatz Heyweiler (56290 Heyweiler, Haupt- oder Dorfstraße, Koordinaten: 50.132816 N 7.452786 E ).  Von hier geht es direkt hinein in den Wald. Zahlreiche sogenanne „Sinnesbänke“ laden zum Verweilen und Ruhe finden ein. Relativ steil geht es hier den Berg hinunter ins Tal. Trittsicherheit ist hier eine wichtige Voraussetzung, allerdings findet man auch an den extra angebrachten Stahlseilen Halt für die Hände – eine willkommene Hilfe.

Manchmal muss man auch ein wenig Klettern, doch an diesen Stellen sind stets Stahlseile für guten Halt angebracht. © Stephanie Zang
Manchmal muss man auch ein wenig Klettern, doch an diesen Stellen sind stets Stahlseile für guten Halt angebracht. © Stephanie Zang

Kaum im Tal angekommen, geht es schon wieder den Berg hinauf. Praktischerweise finden sich überall am Weg die quadratischen, mit dem pinken Symbol versehenen Traumschleifen-Schilder, sodass man sich nur schwerlich verlaufen kann.

Die Route ist jederzeit gut ausgeschildert und mancher Wegweiser liefert vielleicht schon Ideen für das Ziel der nächsten Wanderung? © Stephanie Zang
Die Route ist jederzeit gut ausgeschildert und mancher Wegweiser liefert vielleicht schon Ideen für das Ziel der nächsten Wanderung? © Stephanie Zang

Nach dem Anstieg lohnt eine Rast bei toller Sicht. Anschließend geht es über Höhen und Tiefen weiter, vorbei an einem alten Stollen im Schieferfels, der Klöcknerskaul.

Ein Blick in die alten Stollen lässt einen erschaudern... © Stephanie Zang
Ein Blick in die alten Stollen lässt einen erschaudern… © Stephanie Zang
Die Ruinen einer alten Festung. © Stephanie Zang
Die Ruinen der alten Klöcknerskaul mit ihren Stollen tauchen immer wieder entlang des Weges aus. Hinweistafeln liefern den Interessierten Informationen. © Stephanie Zang

Schließlich geht der Weg weiter ins Tal hinab, bis wir wieder den Baybach erreichen. Auch hier gibt es wieder einige Kletterpartien zu meistern und in manche Höhlen und Felsspalten hineinzuspähen. Vorbei an den mächtigen Felsformationen wird der Weg nun breiter und breiter und schließlich ist in der Ferne zwischen den Bäumen ein Haus zu erkennen.

Das Hotel/Restaurant Schmausemühle liegt direkt an der Traumschleife "Baybachklamm" versteckt im Wald. Hier kann man drinnen wie draußen gemütlich sitzen und speisen. © Stephanie Zang
Das Hotel/Restaurant Schmausemühle liegt direkt an der Traumschleife „Baybachklamm“ versteckt im Wald. Hier kann man drinnen wie draußen gemütlich sitzen und speisen. © Stephanie Zang

Nach fast 6 km Wanderung über Stock und Stein gibt es die verdiente Abkühlung und Stärkung in der Schmausemühle (Achtung, Öffnungszeiten beachten!:) Insbesondere der fangfrische Fisch ist hier sehr zu empfehlen. Zudem kann die Schmausemühle auch mit dem Auto angefahren werden. Hier ist somit der ideale Ort, um auch manch ‚fußlahme‘ Person in den Wandertag mit einzubinden, oder sich unterwegs abholen zu lassen.

Hier geht es von der Schmausemühle aus weiter, wieder in den Wald hinein. © Stephanie Zang
Hier geht es von der Schmausemühle aus weiter, wieder in den Wald hinein. © Stephanie Zang

Über eine kleine Brücke geht es nun wieder in den Wald hinein und am Baybach entlang. Hier kommen wir an der Heyweiler Mühle vorbei. Anschließend geht es wieder mit Stahlseilsicherung die Felsen hinauf. Immer wieder lädt der Weg hier zum Verweilen ein, wo man von mancher Bank den Blick ins Tal genießen kann.

Manche Orte entlang der Route erscheinen wie aus einem Märchen gepflückt... © Stephanie Zang
Manche Orte entlang der Route erscheinen wie aus einem Märchen gepflückt… © Stephanie Zang

Schließlich können wir von einer Schutzhütte aus auf die Schmausemühle hinunter blicken. Weiter geht es nun wieder durch den Wald, zurück zum Wanderparkplatz.

Der Wald lichtet sich. Einige Meter geht es auch an Feldern entlang, doch der Großteil des Weges verläuft im Schutz der Bäume. © Stephanie Zang
Der Wald lichtet sich. Einige Meter geht es auch an Feldern entlang, doch der Großteil des Weges verläuft im Schutz der Bäume. © Stephanie Zang

Die Dauer der Wanderung wird auf den Wanderportalen mit ca. 4:45 Stunden angegeben. Jedoch lässt sie sich ohne Hast, zügigen Schrittes auch in 2,5  Stunden absolvieren. Natürlich kann man Anfang und Ende auch an der Schmausemühle wählen, dann dauert die Anfahrt jedoch geringfügig länger als 3599 Sekungen;)

 

Weitere aktuelle Infos zu der Traumschleife Baybachklamm findet ihr hier.

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