Hängeseilbrücke Mörsdorf

Dem kleinen Hunsrückort Mörsdorf ist im Jahr 2015 ein touristischer Coup geglückt: Mit Eröffnung der bis dato längsten Hängeseilbrücke Deutschlands kamen die wander- und abenteuerlustigen in Scharen in den Hunsrück. Inzwischen ist die eindrucksvolle Brücke zwar nicht mehr die längste, doch Mörsdorf hat schlagfertig reagiert, denn ab sofort haben sie hier im Hunsrück die schönste Hängeseilbrücke Deutschlands. Ob als Kurzbesuch oder Tagestour mit Wanderung, das Bauwerk lohnt einen Ausflug und wer sich nicht hinüber traut, der kann auch darunter hindurch wandern oder auf einer der vielen Sitzgelegenheiten mit Blick auf die Brücke bei einem leckeren Picknick auf die mutigen Freunde und Verwandten warten, die es wagen die Brücke zu überqueren.

Weitere Infos gibt es hier unten…

Öffnungszeiten: Geöffnet ist die Brücke durchgehend.

Spaß für die ganze Familie: ★★★★ (Eine riesengroße Hängeseilbrücke, mitten im Wald, na wenn das kein Spaß für die ganze Familie ist!)

Barrierefrei: ☺(Es erfordert bereits einiges an Mut sich auf diese Konstruktion zu wagen. Sie erscheint jedoch breit genug, sodass man sie auch mit einem Rollstuhl passieren kann. Und auch der „Gegenverkehr“ sollte hier Verständnis zeigen. An Anfang und Ende ist die Brücke jedoch recht steil, daher wird es hier ein Kraftakt zu fahren…)

Kinderwagen: ☺(Einen Kinderwagen sollte man problemlos über die Brücke bewegen können. An Anfang und Ende ist die Brücke jedoch recht steil, daher wird es hier ein Kraftakt zu fahren…)

Haustiere: Schwindelfreie Hunde sind hier erlaubt.

Kontakt / Link:  http://www.geierlay.de Telefon 06762-9034080

Parken: In Mörsdorf selber ist gleich ab dem Ortseingang ein Parksystem für Besucher der Brücke ausgeschildert (Parkplätze kostenpflichtig). Von den meisten Parkplätzen sind es dann noch knapp 2 km zu Fuß bis zur Brücke.

Good-to-know: An dieser Stelle seien ein paar Tipps und Tricks gegen Schwindel verraten: Es hilft, den Blick in die Tiefe zu meiden, lieber den nächsten Schritt anpeilen und vorausschauen, z. B. auf die Person vor einem. Auch eine Hand am Geländer kann Sicherheit geben. Ruhig atmen und darauf konzentrieren, das lenkt ebenfalls von der Höhe ab. Letztlich aber gilt: Der Ausflug zur Brücke soll Spaß machen! Wer sich also zwingen muss darauf zu gehen, bleibt vielleicht besser am sicheren Rand und schaut entspannt den anderen zu, als sich selbst großem Stress auszusetzen!!!

Tipps: Wer den Ausflug zur Brücke zu einem Tagesausflug ausdehnen möchte: Kein Problem. Zum einen findet sich hier eine wunderschöne Traumschleife zum Wandern, zum anderen lockt der nahegelegene Tiererlebnispark  in Bell die Besucher. Dort kann man mit Voranmeldung sogar übernachten und am nächsten Tag weiter den Hunsrück erkunden. Auch für Wandertouren an der Geierlay gibt es gesondert buchbare Events, diese finden sich hier.

Wanderlustig? Kein Problem. Hier kann man sich nach Herzenslust austoben… © Stephanie Zang

Weitere Informationen:

Bereits im Jahr 2006 kam man in der kleinen Hunsrückgemeinde Mörsdorf auf die mehr fantastische als realistische Idee eine Hängeseilbrücke bauen zu wollen. Was zunächst als unrealistische Fantasterei abgetan wurde, blieb jedoch manchem Mörsdorfer so hartnäckig im Kopf, dass im Jahr 2010 tatsächlich der Beschluss zum Bau der Brücke gefasst wurde. Fünf weitere Jahre sollte es noch dauern, ehe die „Geierlay-Brücke“, die damals noch längste Hängeseilbrücke Deutschlands 2015 nach 130-tägiger Bauzeit offiziell eröffnet wurde. Inzwischen ist sie zwar nicht mehr die längste Hängeseilbrücke Deutschlands, doch die Mörsdorfer reagierten schlagfertig und überklebten ruck-zuck die vielen Schilder in Ort und Umgebung.

Hautpsache schlagfertig: Wenn wir schon nicht mehr die längste haben, dann doch zumindest die schönste Hängeseilbrücke Deutschlands, dachten sich die Mörsdorfer… 🙂 © Stephanie Zang

Den Namen erhielt die Brücke in einem Wettbewerb und er passt wie kein Zweiter, verweist die Endung „-lay“ doch auf die Felsformationen, die das Tal, welches die Brücke überspannt, umgeben, während „Geier“ auf das vermehrte Vorkommen von Raubvögeln in diesen Felswänden hinweist. Das Flurstück selber trägt übrigens schon länger der Namen Geierlay, sodass die Namensgebung der Brücke auch irgendwo naheliegend war.

Willkommen in Mörsdorf! © Stephanie Zang

In den Ort Mörsdorf selber gelangt man als Hunsrück-Besucher bequem mit dem Auto. Die zahlreichen Parkmöglichkeiten sind gut ausgeschildert, von hier aus sind es jedoch noch knapp 2 km zur Brücke zu wandern. Der Weg ist gut ausgeschildert (alternativ kann man aber auch einfach in die Richtung gehen, in die alle laufen;) Doch auch ein Radweg findet sich hier, der gemeinsam mit dem Fußweg zur Brücke führt. Auch ist die Brücke Bestandteil zahlreicher Wanderrouten, die teils über sie drüber, teilweise darunter her führen. Auch geführte Wanderungen und Specials gibt es hier zu buchen. Damit der Weg zu Brücke, gerade mit Kindern, nicht allzu lang wird, finden sich entlang des Weges manche lehrreichen und bunten Erklärungen zur Umgebung, beispielsweise zu erneuerbaren Energien.

Wie entsteht Windkraft, was macht sie, wie wird sie gespeichert? Das alles kann man hier lernen. © Stephanie Zang

Weitere Informationen zur Brücke, ihrer Konstruktion und Bauweise liefert das Besucherzentrum Geierlay, mit seinen zwei Bildschirmen im Foyer. Über eine Webcam kann man schonmal vorab einen Blick auf die Brücke werfen und die Vorfreude noch steigern. Hier finden sich übrigens auch öffentliche Toiletten und ein angegliedertes Restaurant. Auch ein Informationspunkt findet sich hier in einem Glaskasten, der  Montags, Mittwochs bis Sonntags und an Feiertagen von 10.00 – 16.00 Uhr geöffnet ist (aktuelle Öffnungszeiten hier).

Das Besucherzentrum zur Geierlaybrücke. Über dem Eingang ist das Symbol der Brücke, welches sowohl Vogelschwingen als auch die Hängeseilbrücke darstellt, zu erkennen. © Stephanie Zang

Und dann, nach 2 km Wanderung, ist man auf einmal da, an der schönsten Hängeseilbrücke Deutschlands, nach langer Anreise und fragt sich: Soll ich da wirklich drauf gehen? 😀

Der Weg über die Brücke ist nichts für schwache Nerven… © Stephanie Zang
…wohl aber was für Verliebte, wie es scheint… © Stephanie Zang

An der Brücke selber ist man quasi nie alleine, ebenso wenig auf dem Weg dahin. Hier kann man die eine oder andere nette Unterhaltung führen, denn die Menschen kommen von fern und nah, um das Bauwerk zu bewundern. Selbst Besucher aus der Schweiz zieht es zum Wandern hier her, wie ich auf meinem Weg zur Brücke lernen durfte 😀

Wer sich letztlich dann aber doch nicht über die Brücke traut, der kann bei einem kleinen Picknick bequem seine Freunde und Verwandten beobachten, wie sie sich der wackeligen Herausforderung stellen. Sitzmöglichkeiten gibt es auf beiden Seiten der Brücke zu Genüge!

Mit Blick auf die eindrucksvolle Hängeseilbrücke lässt es sich herrlich verharren. © Stephanie Zang

Ein Gedanke zu „Hängeseilbrücke Mörsdorf“

Kommentar verfassen