Die Ruine der Höhenburg Balduinseck im Hunsrück wurde im 14. Jh. durch den Kurfürst-Erzbischof Balduin von Trier erbaut. Mit ihren fast 20 Meter hohen Mauern lässt die Ruine noch heute erahnen wie stattlich diese Burg einstmals war. Nach dem Fortgang der Trierer Bischöfe war die Burg dem Verfall anheim gegeben. Seit 2009 wurden jedoch umfangreiche Maßnahmen zum Erhalt der Burg Balduinseck unternommen. An der Traumschleife „Masdascher Burgherrenweg“ gelegen ist sie heute ein Augenschmaus für manchen Vorbeiziehenden und einladender Ort zum Ausruhen und Verweilen für erschöpfte Wanderer.
Weitere Infos: siehe unten.
Eintritt: frei
Öffnungszeiten: Zutritt zur Ruine erhält man rund um die Uhr… doch Vorsicht! Nachts soll hier der Burggeist umgehen…
Spaß für die ganze Familie: ★★★ (Die alte Burgruine zu erkunden und zu bestaunen ist sicherlich ein Spaß für die Kleinen, es gibt hier jedoch keine besonderen Angebote. Zudem bitte bei Kletterversuchen aufpassen, denn es geht sehr steil bergab!)
Barrierefrei: ☹ (Leider ist die Burg nur über eine steile Treppe zu erreichen. Rollstuhl oder Rollator werden hier Schwierigkeiten bekommen.)
Kinderwagen: ☺(Einen Kinderwagen kann man die Stufen hinauftragen.)
Haustiere: Hunde sind erlaubt.
Kontakt / Link: http://www.mastershausen.de/geschichte/15-geschichte/62-burgruine-balduinseck oder E-Mail an info@hschmitz-media.de (Gemeinde Mastershausen)
Koordinaten: 50°4′35,2″N, 7°21′48,2″O
Navigation: Karte
Parken: Direkt an der Burg finden sich Parkplätze, wenn auch nicht besonders viele;)
Good-to-know: Bei einer Fahrt zur Burg Balduinseck passiert man den Ort Kastellaun und kann sich hier in Balduins Lage versetzen. Die ältere Burg Kastellaun der Sponheimer Grafen war ihm stets ein Dorn im Auge und der Grund für den Bau der nahen Festung Balduinseck. In der Burg Kastellaun kann man in der Burgschenke auch gleich einen leckeren Imbiss zu sich nehmen.
Tipps: Die Burg liegt direkt an der Traumschleife Masdascher Burgherrenweg. Dieser führt ca. 11,4 km durch den Hunsrück und beginnt bei Mastershausen. Einen Rundweg auf demselben kann man also ideal mit einem Besuch der Burgruine kombinieren.
Ausführliche Informationen:
Im Jahr 1325 begann Kurfürst-Erzbischof Balduin von Trier auf einem Schieferfelsen im Tal des Mörsdorfer Baches mit dem Bau seiner Höhenburg Baldeneck. Sie war als Signal an die Sponheimer Grafen gedacht, deren Territorium an vielen Stellen an das der Trierer Bischöfe grenzte. Insbesondere die Burg Kastellaun (erbaut im 13. Jh.) war ihm hier ein Dorn im Auge. Entsprechend strategisch günstig war es den Amtssitz der Kurtrier hierher zu verlagern, wenn auch nur bis ins 16. Jh. Anschließend hatte die Burg keine große Bedeutung mehr und verfiel nach und nach.
Dennoch ragt die Ruine auch heute noch 18 Meter in die Höhe. Der noch erhaltene Teil ist der ehemalige Wohnturm des Schlosses und misst noch heute knapp 22,7 x 14,4 Meter an seinen Grundmauern. Mit diesem sogenannten Donjon (Wohnturm) war die Burg einst nach französischem Vorbild entstanden. Das Wort Donjon stammt vom gallo-römischen Wort Dominiono (Hauptturm) ab, was seinerseits auf Dominus (Herr) zurückgeht. Der Turm der Balduinseck war einst 4 Stockwerke hoch und mit einer Mauerstärke von bis zu 2,5 Metern äußerst wehrhaft.
Im Innern sieht man noch heute Reste des einstigen Innenverputzes. Die Nischen der Mauern nisten heute zahlreiche Vögel, die mittlerweile die einzigen Bewohner der alten Ruine sind. In einer Ecke finden sich zudem noch die Überreste einer gemauerten Wendeltreppe, die einst den Zugang zu den vier Geschossen des Turms sicherte.
Vor dem Wohnturm finden sich noch die Überreste des alten Mauerrings mit einem im Westen eingelassenen Rundturm. In ihrer gesamten Ausdehnung hatte die Anlage somit eine Größe von 55 auf 20 Metern. Von 2009 bis 2014 wurde die Ruine gesichert und saniert. Seither ist sie für Besucher wieder frei zugänglich.
Mächtig und erhaben trohnt die Ruine der einst stattlichen Burg Balduinseck noch immer auf der Anhöhe. © Stephanie Zang





Was soll ich sagen wiedermal ein schöner Beitrag. Den Masdascher Burgherrenweg bin ich schon gegangen.Sehr zu empfehlen diese Traumschleife ist als Rundweg auch nicht zu lang. lg Michael
Liebe Steffi, ich bin den Burgherrenweg bei Mastershausen schon gelaufen und war auch schon an der Ruine Balduinseck wieder einmal stelle ich fest, ein Ausflug der sich lohnt. Wiederholung empfohlen
LG Michael