Fährt man mit dem Auto von der Bundesstraße 50 kommend die Serpentinen nach Ravengiersburg hinunter, so bietet sich einem ein imposanter Anblick: Der Hunsrückdom auf einer Anhöhe, dem der Ort zu Füßen liegt. Einst als Augustiner Kloster erbaut, ist es, aus dem Jahr 1074 stammend, das älteste seiner Art, das sich im Hunsrück finden lässt. Seit 1566 ist der Bau im Besitz der katholischen Kirche und wird heute entsprechend als solche genutzt. Im 18. Jh. erhielt der „Hunsrückdom“, nach mehreren Zerstörungen, sein jetziges Aussehen. Für den vorbeifahrenden Reisenden ist ein Besuch der imposanten Kirche – hat man sie einmal erblickt, wie sie unwirklich und fast zu groß da auf ihrer Anhöhe trohnt – wohl fast unumgänglich.
Weitere Informationen zum Kloster finden sich unten.
Fahrzeit: 40 Minuten
Eintritt: frei
Öffnungszeiten: immer, Messezeiten beachten!
Messezeiten: Jeden Sonntag wird hier um 10:30 Uhr das Hochamt gefeiert.
Spaß für die ganze Familie: ★ (Der Dom ist beeindruckend für Groß und Klein. Explizite Angebote für Kinder gibt es hier jedoch nicht.)
Barrierefrei:☺(Nur wenige Stufen am Eingangsportal sind zu überwinden.)
Kinderwagen: ☺(Ein paar Stufen gibt es am Eingang, doch die sollten kein Problem darstellen.)
Haustiere: Hunde sollten draußen warten.
Kontakt / Link: http://www.st-josef-simmern.de/
Koordinaten: 49°56′8″N, 7°28′37″O
Navigation: Hauptstraße 29 in 55471 Ravengiersburg
Good-to-know: Sonntags 10:30 Uhr findet hier das Hochamt statt
Tipps: Wer detailliertere Infos über den Hunsrückdom erhalten möchte, kann im Vorraum der Kirche für kleines Geld eine anschauliche Broschüre erwerben, die sich auch als schönes Andenken eignet.
Ausführliche Informationen:
Liest man ein wenig in der Stadtgeschichte von Ravengiersburg, so erklärt sich die Baustelle des Klosters quasi von selbst: Einst residierten auf diesem Berg die hohen Herren. Das salische Grafengeschlecht Rabangar hatte dort seine Burg errichtet. Kinderlos geblieben entschieden sich die letzten Grafen das Gebäude an das Augustinerkloster zu verschenken. In der Schenkungsurkunde wird erstmalig der Hunsrück (Hundesrucha) erwähnt.
Doch die Zeit und die Irrungen und Wirrungen der Kriege meinten es nicht gut mit dem Kloster und so wurde es nach einigen herben Schlägen (Reformation, mehrmaliger Besitzerwechsel) schließlich während des dreißigjährigen Krieges von schwedischen Truppen vollständig zerstört. 1718-1722 trat an die Stelle des Klosters dann unter der Herrschaft des Kurfürsts Karl III. Philipp von der Pfalz die heutige Kirche St. Christophorus
Aus dieser langen Geschichte voll verschiedener Regenten und Bauherren aus verschiedenen Epochen erklärt sich auch, dass sich verschiedene Baustile im heutigen Erscheinungsbild des Hunsrückdoms vereinen: die romanischen Türme, das gotische Kirchenschiff und das angrenzende barocke Stiftsgebäude, welches jedoch ebenfalls weitgehend erneuert wurde.





