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Kröver Felssturz

Dem aufmerksamen Autofahrer auf der B53 zwischen Kröv und Kinheim wird bei einem Blick über die Mosel die waldfreie Schneise am Prallhang der gegenüberliegenden Moselseite auffallen. Hier kam es nicht etwa zu einer mysteriösen Art von Waldsterben, sondern der Mensch selber legte im Jahr 1992 Hand bzw. Sprengstoff an. Bereits im Dezember 1991 entdeckten Experten einen Felsstück mit einer Masse von knapp 90.000 m3, das abzubrechen drohte. Mit Besorgnis beobachtete man über einige Monate hinweg, wie die Spalten und Risse immer mehr zunahmen, ehe im Mai 1992 schließlich die kontrollierte Sprengung erfolgte, die von vielen Schaulustigen in sicherem Abstand beobachtet wurde.

Noch immer wachsen auf dem Hang nur bodennahe Pflanzen und so liegt er brach inmitten der Waldschneise. Unterhalb verläuft ein Fahrradweg, der die Ortschaften Wolf und Kindel verbindet und gerade im Sommer sehr beliebt ist. Eine Mauer schützt dabei vor abrutschendem Schiefer. Hier kann man sich den Kröver Felssturz aus der Nähe anschauen.

Wer in die Höhe hinaufsteigen will, kann etwas weiter moselabwärts sein Glück probieren: In unmittelbarer Nähe auf dem Bergrücken ist nämlich die Ruine des Wolfer Klosters gelegen. Von hier hat man eine schöne Aussicht auf das Moseltal.