Der „Kiemscher Wichtelweg“ in Kümbdchen ist ein kleiner, märchenhafter Spazierpfad durch ein stilles Waldstück, der seit 2025 in der Winterzeit kleine und große Besucher verzaubert. Über 40 liebevoll gestaltete Wichtelhäuschen säumen den Weg und laden zum Entdecken, Staunen und Innehalten ein. Entstanden ist der Pfad als gemeinschaftliches Projekt vieler Familien aus der Region – mit dem Ziel Natur erlebbar zu machen und die Phantasie anzuregen. Bis Ende Februar ist der Weg frei zugänglich und soll Ende 2026 erneut aufgebaut werden.
Manchmal braucht es gar keine weite Reise, um in eine andere Welt einzutauchen. Ein Spaziergang genügt – und schon findet man sich mitten in einer kleinen Zauberlandschaft wieder. Genau das gelingt auf dem „Kiemscher Wichtelweg“ in Kümbdchen. Eingebettet in ein ruhiges Waldstück zwischen dem Reiterhof und dem Kiemscher Wassertretbecken entfaltet sich hier ein Ort, an dem Phantasie und Natur auf wunderbare Weise ineinandergreifen.

Schon nach den ersten Metern wird klar: Dieser Weg ist kein gewöhnlicher Waldpfad. Zwischen Baumwurzeln, Laub und knorrigen Stämmen tauchen plötzlich kleine Türen, Fenster und winzige Szenen auf – Hinweise darauf, dass hier Wichtel leben könnten. Über 40 individuell gestaltete Häuschen sind im gesamten Waldstück verteilt – jedes anders, jedes mit eigener Handschrift und eigener Geschichte.

Was den Kiemscher Wichtelweg so besonders macht, ist seine Entstehung: Die Häuschen wurden nicht von Modelbau-Profis gebaut, sondern von Familien aus Kümbdchen, Simmern und Keidelheim. Jede Familie durfte ihrer Kreativität freien Lauf lassen: rustikal oder verspielt, naturbelassen oder bunt – alles ist erlaubt, nichts gleicht dem anderen. Genau diese Vielfalt macht den Rundgang so spannend, denn hinter jeder Biegung wartet eine neue kleine Überraschung.

Die Idee zu dem Projekt hatte der zehnjährige Jan Charbel Herzog, der dieses gemeinsam mit seinem Vater, Bürgermeister Jan Herzog, schließlich auch in die Tat umsetzte. Ein magischer Ort – von Kindern erdacht, aber längst nicht nur für sie gemacht, lädt er bei einem gemeinsamen Spaziergang doch auch die Erwachsenen zum Träumen ein – und dazu wieder ein klein wenig Kind zu werden.

Ein zentrales Anliegen des Wichtelweges ist es Menschen zu motivieren in die Natur zu gehen und sie mit anderen Augen bewusst wahrzunehmen. Man muss dafür kein Wanderprofi sein, man darf schlendern, schauen, entdecken und stehen bleiben. Gerade für Kinder wird der Wald so zu einem Ort voller Geschichten, denn auch zwischen den Häusern erscheint auf einmal die eine oder andere Wurzel wie ein magisches Wesen, ein Astloch wie ein Gesicht, das raschelnde Laub wie ein leises Wichtel-Kichern.

Damit sich alle sicher fühlen können, wurde der Weg sorgfältig vorbereitet: Der zuständige Revierförster und seine Waldarbeiter sorgten im Vorfeld für Sicherheit, während die Feuerwehr Kümbdchen-Keidelheim den Weg zur Eröffnung stimmungsvoll ausleuchtete.

Wer die Wichtel gerne besuchen möchte, hat bis Ende Februar noch Zeit dafür: Familien, Kindergärten, Schulklassen und alle, die Freude an kleinen Wundern haben sind herzlich eingeladen. Und schon jetzt steht fest: Dieses Projekt soll keine einmalige Sache bleiben. Ende 2026 wird der Wichtelweg erneut entstehen – vielleicht mit neuen Häuschen, neuen Ideen und neuen Geschichten!


