Tierpark Rheinböllen

Der Tierpark Rheinböllen ist ein besonderer Ort im Hunsrück: ein weitläufiges Stück Natur, in dem Besucher heimischen und exotischen Tieren auf Augenhöhe begegnen können. Auf rund 76 Hektar Wald, Wiesen und Wasserflächen leben etwa 35 Tierarten – von Damwild und Mufflons bis hin zu Kanadischen Wölfen, Zwergottern und Bennet-Kängurus.

Wer Tiere liebt, die Natur genießen möchte oder einfach einen Tag fern vom Alltag sucht, findet hier eine gelungene Mischung aus Erholung, Bildung und Abenteuer.

Weitere Infos und Bilder gibt es hier…

Nur wenige Minuten von der Autobahn A61 entfernt, liegt der Tierpark Rheinböllen eingebettet in die sanfte Hügellandschaft des Hunsrücks. Rund um den idyllischen Volkenbacher Weiher führen Spazier- und Rundwege durch den Park – vorbei an offenen Gehegen, schattigen Waldstücken und kleinen Aussichtspunkten.

Einfach ein Ort zum Seele baumeln lassen. Ob am Wasser, auf einer der Aussichtsplattformen oder von einer Anhöhe mit Blick ins Tal: Viele schöne Orte laden hier zum Verweilen ein. © Stephanie Zang

Das Besondere: Ein großer Teil des Wildes – etwa Rehe, Damhirsche und Mufflons – bewegt sich frei über das Gelände. So kommt man den Tieren oft ganz nah, kann sie füttern, streicheln oder beobachten, wie sie sich zwischen den Besuchern bewegen.

Mittendrin statt nur dabei – viele Tiere kann man hier hautnah erleben. © Stephanie Zang

Die Wurzeln des Parks reichen bis in die 1960er-Jahre zurück. Am 8. Juli 1967 öffnete der damalige „Hochwildschutzpark Hunsrück“ zum ersten Mal seine Tore. Gegründet wurde er vom Unternehmer Anton Schulte-Wrede, der das Gelände rund um den Weiher anlegte und zu einem Refugium für heimische Wildtiere machte. Das Interesse war riesig und rasch besuchten im Jahr knapp 100.000 Menschen den Park.

Neben heimischen Wildtieren finden sich auch Hochlandrinder, ebenso wie Esel und Ziegen . © Stephanie Zang

Schon kurz nach der Eröffnung zog der Park nicht nur Familien, sondern aufgrund seiner vielfältigen Tierbeobachtungsmöglichkeiten auch Jäger, Förster und Naturforscher wie etwa den bekannten Tierfilmer Bernhard Grzimek an. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Park stetig erweitert und modernisiert. Besonders die 2000er-Jahre brachten große Veränderungen: neue Gehege, ein erweitertes Bärenareal, viele kleine wissenswerte Infos am Wegesrand.

Bären, Füchse, Wölfe, … wer mag kann hier stundenlang verweilen und beobachten . © Stephanie Zang

Seit 2020 trägt die Anlage – inzwischen unter der Leitung von Kristof Fröhlich – offiziell den Namen Tierpark Rheinböllen und beherbergt als solcher 35 Tierarten – überwiegend heimisches Wild, aber auch bedrohte Haustierrassen wie Thüringer Waldziegen, Rhönschafe, Esel oder Pommerngänse. Daneben leben hier einige Exoten, etwa Bennett-Kängurus, Erdmännchen oder Kanadische Wölfe.

Das Rudel kanadischer Wölfe beobachtet wachsam was sich jenseits des Geheges so tut. © Stephanie Zang
Und auch die Kängurus sind nicht uninteressiert an den Besuchern hinter dem Zaun. © Stephanie Zang

Ein echtes Highlight ist und bleibt dabei die natürliche Gestaltung: Viele Tiere leben in großen, offenen Gehegen oder bewegen sich völlig frei über das Gelände. So wirkt der Park nie wie ein klassischer Zoo, sondern eher wie ein begehbares Stück Wald voller Leben. Zwischen freilaufendem Wild, urigen Wäldern und neugierigen Erdmännchen können Besucher die Tierwelt aus nächster Nähe erleben und dabei anhand vieler kleiner Erklärungen lernen, wie wichtig der respektvolle Umgang mit Natur und Tieren ist.

Ob Barfußpfad oder Insektenhotel, Erklärungen zu Streuobstwiesen, Tieren, Pflanzen, Natur… der Tierpark Rheinböllen informiert bei einem Rundgang Groß und Klein was es alles in der Natur zu entdecken gibt und wie wichtig es ist, dass der Mensch dieser auch etwas zurück gibt. © Stephanie Zang

Im Sommer 2020 wurde zudem die Tierparkschule ins Leben gerufen – eine eigene Bildungseinrichtung, die sich Themen wie Umwelt, Artenschutz und nachhaltiger Entwicklung widmet. Hier können Kinder und Erwachsene spielerisch lernen, wie Natur und Tierwelt miteinander verbunden sind und auch eine Kindertagesstätte ist in Planung.

Der Tierpark Rheinböllen ist übrigens das ganze Jahr über geöffnet – täglich, bei jedem Wetter. Die Wege sind kinderwagentauglich, und auch Hunde dürfen an der Leine mitgeführt werden.

Hmmm… wer schaut denn da so verschlafen? Ein weiterer scheuer Beobachter im Tierpark Rheinböllen – der Rotfuchs . © Stephanie Zang

Ob Familienausflug, Schulklasse oder Naturfreund – wer hierherkommt, nimmt mehr mit als schöne Fotos: ein Stück Ruhe, Begeisterung und ein neues Bewusstsein für die Welt, die uns umgibt.

Öffnungszeiten:

April bis Oktober: 9:00 – 19:00 Uhr

November bis März: 9:00 – 17:00 Uhr
Letzter Einlass ist jeweils eine Stunde vor Schließung.

Spaß für die ganze Familie: ★★★★★

Barrierefrei:☺ Die meisten Wege sind zwar uneben da Waldboden, aber grundsätzlich auch mit dem Rollstuhl befahrbar.

Kinderwagen: ☺Mit dem Kinderwagen unterwegs zu sein ist hier kein Problem.

Haustiere: Hunde an der Leine sind erlaubt.

Kontakt / Link: www.tierpark-rheinboellen.de

Telefon:  06764 899 45 0

Mail: info@tierpark-rheinboellen.de

Parken: Parkplätze sind am Tierpark selbst vorhanden.

Good-to-know: Wer beim Besuch im Park sein neues Lieblingstier entdeckt kann für dieses eine Patenschaft übernehmen oder an besonderen Erlebnissen teilnehmen – etwa bei „Lieblingstier hautnah“, wo man Tiere unter Anleitung füttert und betreut.

Wer mag mit seinem Lieblingstier auf Tuchfühlung gehen? Kein Problem. Der Park bietet zahlreiche Events und Erlebnisse dazu an. © Stephanie Zang

Tipps: Es gibt regelmäßig Workshops, Ferienprogramme und Angebote für Schulklassen oder Kindergeburtstage. Besonders beliebt sind die Tierpfleger-Workshops, bei denen man hinter die Kulissen schauen und sogar selbst mit anpacken darf.

Und wer nach einem Tag Entdecken der Natur mit allen Sinnen doch zu viel Matsch an den Schuhen, Laub im Haar und sandigen Staub auf den Händen hat, findet am Ausgang spritzige Abhilfe 😉 © Stephanie Zang

Der Tierpark Rheinböllen lohnt zu jeder Jahreszeit einen Besuch. Ein Blick vorab auf die Homepage lohnt sich dabei, denn es gibt neben dem normalen Parkbesuch auch zahlreiche jahreszeitbezogene Events.

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