Das Pulvermaar in der Vulkaneifel liegt nahe der Ortschaft Gillenfeld. Mit einer Tiefe von bis zu 74 Metern ist es das tiefste Maar der Eifel und zeichnet sich durch seine nahezu kreisrunde Form aus. Es entstand vor etwa 20.000 Jahren durch eine gewaltige phreatomagmatische Explosion, bei der heißes Magma auf Grundwasser traf und eine massive Dampfexplosion auslöste. Zurück blieb ein tiefer Krater, der sich später mit Wasser füllte und das heutige Maar bildete. Die steilen Ufer zeugen noch heute von dieser explosiven Entstehung. Umgeben ist es von dichtem Wald, durch den ein Rundweg führt, der zu jeder Jahreszeit seinen ganz eigenen Charme hat.
Weitere Infos und Bilder gibt es hier…
Öffnungszeiten: Dauerhaft geöffnet.
Spaß für die ganze Familie: ★★★★ (Ein Besuch im Naturfreibad – welches Kind hätte da keinen Spaß dran? Und auch wenn es „nur“ bei einer Wanderung ums Maar bleibt, so gibt es hier auch kindgerechte Infos über die spannende Geschichte der Vulkane in der Eifel.

Barrierefrei:☺Die Wege sind gut ausgebaut, einzig an manchen Stellen sehr steil und daher ohne E-Antrieb schwierig zu begehen.
Kinderwagen: ☺ Sollte hier kein Problem sein.
Haustiere: Hunde sind hier erlaubt.
Kontakt / Link: Gillenfeld
Parken: Man kann direkt beim Naturfreibad parken und sich auf den Rundweg um das Maar machen. Wer etwas mehr sehen möchte, startet die 6,5 km lange Wanderung am Marktplatz Gillenfeld. Diese ist gut ausgeschildert und führt unter anderem am alten Friedhof mit der Kriegerkapelle, der St. Andreas Kirche und der Marien-Lourdes-Grotte vorbei. Auch gibt es unterwegs zahlreiche Möglichkeiten zur Einkehr.
Good-to-know: In der warmen Jahreszeit kann man sich hier wunderbar im Naturfreibad abkühlen. Weitere Infos dazu gibt es hier. Übrigens kann man in unmittelbarer Nähe auch campen und so gleich mehrere Tage in dieser wunderbaren Natur verbringen.
Tipps: In unmittelbarer Nähe des Maares findet sich ein Hof mit meckernden Bewohnern. Was vielleicht im ersten Moment wenig verlockend klingt (wer lässt sich schon gerne anmeckern) zeigt sich auf den zweiten Blick als Einkehrmöglichkeit mit dem besonderen Etwas: Der Vulkanhof bietet im Verkauf und Hofcafé zahlreiche regionale Produkte, insbesondere aus der Ziegenhaltung. Ein Besuch hier lohnt sich immer!
Weitere Informationen:
Umgeben von dichten Wäldern und sanften Hügeln, bietet das Pulvermaar eine atemberaubende Naturlandschaft. Der gut begehbare Rundweg um das Maar lädt zu Wanderungen ein, bei denen man die einzigartige Flora und Fauna der Region entdecken kann.

Infotafeln geben dabei Aufschluss über die Entstehung der Maare, den Naturschutz sowie die Flora und Fauna, die den Kratersee umgibt.

Das Maar ist auch ein beliebtes Schwimm- und Badegewässer mit besonders klarem Wasser. In den Sommermonaten lädt ein Naturfreibad mit Steg und Liegewiese zu einem erfrischenden Bad in der vulkanischen Kulisse ein. Zudem ist das Maar ein beliebtes Ziel für Angler, Kanufahrer und Naturfreunde.

Der Wanderweg am Maar entlang hat eine Länge von ca. 2,5 km und ist bequem zu gehen. Unterwegs bieten sich immer wieder Möglichkeiten für eine kleine Rast mit Picknick und Blick aufs klare Wasser.

Das Pulvermaar gehört zu den „Augen der Eifel“, da seine Sedimentschichten wertvolle Informationen über das Klima und die Umweltgeschichte der letzten Jahrtausende enthalten. Es ist zudem eines der wenigen Maare, das dauerhaft mit Wasser gefüllt ist und keinen nennenswerten Zu- oder Abfluss hat.
Fazit
Das Pulvermaar ist ein echtes Naturjuwel und ein perfektes Ausflugsziel für Wanderer, Badegäste und Geologie-Interessierte – egal ob als Tagestour oder gar mit dem Camper. Wer die Eifel besucht, sollte sich dieses beeindruckende Relikt der vulkanischen Vergangenheit nicht entgehen lassen!

