Traumschleife Köhlerpfad (bei Langweiler)

Die Traumschleife „Köhlerpfad“ bei Langweiler verdankt ihren Namen der lokalen Geschichte. Früher lebten die Menschen hier von der Holzkohleherstellung, wovon auch heute noch verschiedene Schautafeln in der Region zu berichten wissen. Die Traumschleife führt mit einer Länge von 13,4 km und 199 Höhenmetern durch dichten Wald und offenes Feld, entlang des Steinbachs und der Steinbachtalsperre. Immer wieder laden unterwegs Bänke mit traumhaftem Weitblick zum Verweilen ein.

Ein schöner Einstiegspunkt ist das Hotel Marienhöh in Langweiler. Hier findet sich auch der Zugang zum Saar-Hunsrück-Steig.

Traumschleife und Saar-Hunsrück-Steig nehmen für einige Kilometer denselben Verlauf. © Stephanie Zang

Von hier sieht man in der Ferne bereits die Steinbachtalsperre. Diese ist für die Trinkwasserversorgung von Idar-Oberstein und der Region von entscheidender Bedeutung. Ca. 4,5 Mio m3 Trinkwasser pro Jahr werden durch diese Talsperre sicher gestellt. Oberflächenwasser aus einem 14,6 km2 großen Einzugsgebiet wird hier aufgefangen, gespeichert und im weiteren Verlauf aufbereitet. Untwergs auf der Traumschleife kommt man der Steinbachtalsperre, ebenso wie dem Steinbach selber noch näher. Dabei können Interessierte am Wegesrand manche Informationen über die Wasseraufbereitung, Wasserkraft und -versorgung in der Region erfahren.

Eine Aussichtsplattform bietet einen tollen Blick über die Talsperre und den dahinter liegenden Stausee. Zahlreiche Info-Tafeln liefern den interessierten Wanderern Informationen. © Stephanie Zang
So gibt es unterwegs allerlei zu lernen und zu erfahren. © Stephanie Zang

Und auch der Steinbach selber kreuzt bei der Wanderung durch den Wald immer mal wieder den Weg oder plätschert als Wegbegleiter romantisch neben den Wandernden her.

Der Steinpach plätschert teils sanft, teils auch etwas wilder über Stock und Stein springend entlang des Wanderweges… © Stephanie Zang
Entsprechend finden sich auch mehrere Brücken, um diesen immer mal wieder in die ein oder andere Richtung zu überqueren. © Stephanie Zang
Und wieder geht es trockenen Fußes hinüber auf die andere Seite. © Stephanie Zang

Neben Informationstafeln über die Wasserkraft und das Köhlerhandwerk in früherer Zeit, finden sich entlang des Weges durchs Feld auch zahlreiche Steinskulpturen mit entsprechenden Erklärungen. Auch wenn man sich an der umgebenden Natur mit ihrem reichen Grün, den rauschenden Wäldern, den plätschernden Bachläufen und dem Weitblick über Felder und Ortschaften unterwegs kaum satt sehen kann, liefern diese immer wieder eine hübsche Abwechslung zwischendurch.

Nanu? Steinkreise mitten im Hunsrück? Diesen hier hat Gerd Edinger geschaffen – die Stelen sind in Kreuzform angelegt, genauere Informationen liefert eine nahe Tafel. © Stephanie Zang
Nicht nur die Kelten kannten rituelle und spirituelle Energieorte. Die Skulpturen laden dazu ein sie zu begehen und Kraft zu sammeln – geeignet nicht nur für müde Wanderer. © Stephanie Zang

Verlaufen kann man sich unterwegs übrigens nur schwerlich, denn der Weg ist – wie alle Traumschleifen – gründlich ausgeschildert.

Teilweise ist die Traumschleife je nach Umweltgegebenheiten nicht passierbar, doch dafür wird rasch Abhilfe geschafft. © Stephanie Zang
Wie viele es wohl schon versucht haben? © Stephanie Zang

Die Wanderung über die Traumschleife Köhlerpfad hat, wie man sieht, viel zu bieten: Abwechslungsreiche Natur, Aussichtspunkte, Orte der Rast und Ruhe sowie allerlei Wissenstafeln am Wegesrand – ein gelungener Tagesausflug für die ganze Familie.

Tipp: Das Hotel Marienhöh bietet sowohl vor als auch nach einer Wanderung mit seinem Restaurant, Wellnessbereich und der Bar eine wunderbare Möglichkeit zur Einkehr um nach der Wanderung durch die Natur zu entspannen und wieder Kraft zu sammeln.

Good-to-know: Auch die Stadt Idar-Oberstein ist nicht weit entfernt, wer sich also neben der finsteren Holzkohle auch über funkelnde Steine fortbilden möchte, der braucht nicht in die Ferne schweifen.

Das Wandergebiet Deutsche Edelsteinstraße. Auch auf der Traumschleife zeugen immer mal wieder Brunnen, Grabmähler und anderes mit funkelnder Verzierung von den Edelsteinvorkommen in der Region. © Stephanie Zang


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