Tiererlebnispark Bell (Hunsrück)

Seit 2015 hat der ehemalige Märchenpark der Gemeinde Bell im Hunsrück in neuem Gewand wieder seine Pforten geöffnet. Als Tiererlebnis-Park erfreut er nun Groß und Klein mit seinen heimischen, wie auch teils exotischen Tieren, die hier hautnah erlebt werden können. Von Ziege, Schaf und Pony über Waschbär, Damwild und Kamel bis hin zu Papageien, Kattas, Giraffen und Tigern gibt es eine bunte Vielfalt an Arten zu entdecken und dabei auch manches zu lernen.

Weitere Informationen und Bilder gibt es hier…

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag und Feiertage von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Änderungen bzw. aktuelle Zeiten  findet ihr hier.

Spaß für die ganze Familie: ★★★★★ (Ein Wildtierpark mit Abenteuerspielplatz – was wollen Kinder mehr?;)

Barrierefrei:☺ (Nicht alle Wege sind mit dem Rollstuhl gut zu befahren, etwa der Waldpfad, auf dem es über Wurzeln und Treppen geht oder teilweise die begehbaren Gehege. Aber es finden sich genug Wege, die man problemlos befahren kann.)

Auf dem Waldpfad könnte es mit Rollstuhl und Kinderwagen etwas schwierig werden. Auch Trittsicherheit ist hier eine wichtige Voraussetzung. © Stephanie Zang

Kinderwagen: ☺ (Mit dem Kinderwagen den Park zu erkunden ist kein Problem. Bei manchen begehbaren Gehegen muss der Wagen allerdings draußen bleiben.)

Haustiere: Hunde an der Leine sind hier gerne gesehen.

Kontakt / Linkwww.tier-erlebnisparkbell.de

info@tier-erlebnisparkbell.de

Tier-Erlebnispark Bell GmbH
Am Markt 1,
56288 Bell

Telefon: 06762-8035

Parken: Parken ist direkt am Park möglich.

Good-to-know: Sonntags gibt es hier immer ein leckeres, vegetarisches Sonntagsfrühstück, jeweils von 9:00-11:30 Uhr. Auch das Parkrestaurant ist vegetarisch ausgerichtet. Das Frühstück wird von März bis Oktober angeboten, auf einen anschließenden Parkbesuch gibt es einen Rabatt. Genauere Infos findet ihr hier. Zudem ist auch eine Übernachtung im Park möglich – idealer Ausgangspunkt auch für weitere Entdeckungen in der Region, wie etwa die Geierlay-Brücke ganz in der Nähe.

Tipps: Im Winter wird es besonders spannend im Tiererlebnispark Bell. Mit dem Dinner-Varieté kann man den Besuch hier zu einem noch schöneren Erlebnis machen. Beim erlesenen 4-Gang-Menü gibt es Showeinlagen aus den Bereichen Gesang, Clownerie oder Zauberkunst. Tickets für diese Sonderevents sollte sich man bereits weit im Voraus sichern. Nähere Infos finden sich in dem entsprechenden Link oben 🙂 Zudem verwandelt der jährliche Lichtzauber den Park in der kühlen Jahreszeit an manchen Abenden in eine mystische und magische Welt voller Fabelwesen, Lichter und Traumgestalten.

Weitere Informationen:

„Ausgeglichene und glückliche Tiere, sowie Besucher, die der Natur wieder etwas näher kommen – das ist unser Ziel!“ So ist es auf der Homepage des Parks zu lesen und genau das gelingt hier wunderbar. Der Tiererlebnispark in Bell ist ein kleines aber feines Familienunternehmen im Hunsrück. Mit viel Herzblut und Freude haben die Betreiber hier mitten in der Natur eine bunte Erlebniswelt für Groß und Klein mit Spiel und Spaß sowie vielen spannenden Tierbegegnungen eingerichtet. Dabei ist der Park in einem steten Wandel: Immer wieder ziehen neue Bewohner ein, Erlebnisse und Veranstaltungen variieren je nach Jahreszeit, sodass es auch beim wiederholten Besuch immer etwas Neues zu entdecken gibt.

Neben spannenden Entdeckungen kommt man hier aber auch zur Ruhe: Der Park ist eine kleine Naturoase, in der die Besucher Natur und Tieren ganz nahe kommen können.  Der Rundgang beginnt direkt am Eingang beim Streichelzoo und Spielplatz, wo man mit manchem Bewohner schon direkt auf Tuchfühlung gehen kann. Wer sich traut, kann sich am nahen Futterautomat mit Leckerreien für die Ziegen eindecken.

Genug gemeckert… mit einem Becher von hier, kann man die nahen Ziegen erfreuen. © Stephanie Zang
Na komm… du hast doch was für mich. Ich sehe dir das doch an! © Stephanie Zang
So ein hübscher kleiner Mümmelmann – davon gibt es hier im Streichelzoo so einige. © Stephanie Zang

Weiter führt der Weg dann vorbei am letzten Märchenhäuschen aus längst vergangenen Zeiten – der Tiererlebnispark findet sich auf dem Gelände des ehemaligen Beller Märchenparks. In diesem Häuschen ist – passend zum nahen Ziegengehege – die Geschichte des Wolfs mit den 7 Geißlein dargestellt.

Früher standen hier viele solche animierten Märchen-Szenen im ehemaligen Märchenpark. © Stephanie Zang

Als nächstes erreicht man das Husky-Gehege. Die Tiere im Rudel wurden aus zweiter Hand aufgenommen und zogen in diese artgerechte Behausung mit reichlich Beschäftigung und Platz ein. Wer den Huskys ganz nah kommen möchte, der sollte sich über die tägliche Fütterung sowie die Huskywanderungen informieren.

Was ein Leben – noch rasch die letzten warmen Sonnenstrahlen genießen… so lässt es sich doch aushalten. © Stephanie Zang
Bei einem Besuch im Husky-Gehege ist Schmusen angesagt. Vor dem Schlitten kann man mit den Tieren beim exklusiven „Husky-Erlebnis“ den Hunsrück erkunden. © Stephanie Zang

Ganz nah bei den Huskys, auf der anderen Seite des Weges wohnen die heimlichen Stars des Parks: Die drei sibirischen Tiger. Ob sie durch das Gehege streifen oder entspannt die Aussicht von ihrer Kletterplattform genießen, diese drei sind einfach beeindruckend anzuschauen. Noch spannender wird es bei der täglichen Raubtierfütterung und Beschäftigung in der Tigerarena.

Auge in Auge so nah mit einem sibirischen Tiger – eine beeindruckende Begegnung. In der Umalessa-Savanne herrscht buntes Treiben. © Stephanie Zang

Nun führt der Weg hinein in den Wald. Hier wartet das begehbare Katta-Gehege mit seinen neugierigen Besuchern.

Weiter geht der Weg… © Stephanie Zang
Den Kattas kann man im begehbaren Gehege – wenn sie es denn wollen – ganz schön nah kommen. © Stephanie Zang

Bereits von hier kann man beim Rundgang die nahen Silberfüchse und Kamele sehen, denen man als Nächstes bei der Rundwanderung begegnet.

So ein Tag im Fuchsleben ist ja soooo anstrengend… © Stephanie Zang
Aber auch Kamel hat man es nicht besser… schön entspannt in der Sonne liegen… Was will man mehr? © Stephanie Zang

Von hier geht es weiter zu den Kängurus und dann durch den Waldpfad hinunter durch das Damwildgehege. Auch hier kann man – wie bei den Ziegen – Futter kaufen und natürlich wissen die lieben Tiere, dass bei vielen Besuchern Leckereien auf sie warten.

Na wer tummelt sich denn da im Wald? © Stephanie Zang
Ein schöner Rücken kann auch entzücken… © Stephanie Zang

Vom Wald geht es nun weiter in die Umalessa-Savanne. Seit Kurzem wohnen im Park nun auch zwei Oryxantilopen, zwei Elenantilopen und zwei Zebras. Zudem fanden hier auch die beiden Giraffen Elli und Fränky ein neues Zuhause.

Fränky und Elli in der Savanne. Auch das Giraffenhaus kann man besuchen, dort wohnen neben den beiden Langhälsen auch einige Reptilien in ihren Terrarien. © Stephanie Zang

Neben dem täglich wiederkehrenden Programm mit Husky-Fütterung, ATUN-Erlebniskino, Tigerbeschäftigung und vielem mehr, kann man den Tieren bei der gesondert buchbaren Erlebnisfütterung übrigens noch näher kommen. Auch Elli und Fränky sind dabei mit von der Partie.

In der Umalessa-Savanne herrscht buntes Treiben. © Stephanie Zang

Unweit der Savanne gibt es auch die Möglichkeit für eine kleine Rast. Neben einem kleinen Picknick kann man sich hier auch auf dem Riesen-Trampolin austoben.

Ein Riesentrampolin! Nichts wie drauf! © Stephanie Zang

Weiter geht der Rundweg nun zu den Erdmännchen und Borstenhörnchen, ebenso wie zu den Stachelschweinen, ehe die klugen Tiere vom Müller’s Hof in Sicht kommen. Auch diese zeigen täglich in einer kleinen Vorführung ihr Können.

Die kleinen schnellen Borstenhörnchen teilen sich ihr Gehege mit den ebenso quirligen Erdmännchen. © Stephanie Zang
So lieb sie auch aussehen – Streit will man mit den pieksigen Stachelschweinen lieber keinen haben. Bei der Erlebnisfütterung sind auch die beiden dabei. © Stephanie Zang

Am Müller’s Hof angekommen erwarten einen Esel, Ponys sowie Schafe und Schottische Hochlandrinder. Ebenso wie auch die anderen Parkbewohner werden diese durch tägliche Trainings und Vorführungen beschäftigt. Dabei lernen die Zuschauer spielerisch wichtige Dinge über die Tiere.

Clyde und Kathi freuen sich stets über Besuch und beobachten interessiert das Treiben hinter dem Zaun. © Stephanie Zang

Von hier geht es nun wieder den Hügel hinauf. Dort wohnen neben den Waschbären unweit der Tigerarena auch Königstiger und Puma. Ebenso findet sich hier die Voliere der Papageien, denen man beim einzigartigen Erlebniskino ATUN nahe kommen kann. Hier kann man mit allen Sinnen auf einer großen Leinwand durch die heimischen Wälder bis hin zum Amazonas reisen und viel Wissenswertes über die Natur und ihre Bewohner erfahren.

Huch, wer bist denn du? Am Waschbärengehege kommt man den kleinen Kerlchen ganz schön nah. © Stephanie Zang
Trau dich… dieser Papagei war vor einigen Jahren noch ein bisschen ängstlich, was das fliegen angeht. Inzwischen hat er es vortrefflich gelernt. © Stephanie Zang
Oh hallo… wer schaut denn da bei mir vorbei? © Stephanie Zang

So erreichen wir schließlich das Ende des Rundwegs, wo abermals das Restaurant und der Spielplatz, ebenso wie der Teich nahe dem Eingang auf uns warten. Wer nach dem Besuch im Park sein Herz an eines der Tiere verliert, kann den Park übrigens mit einer Tierpatenschaft unterstützen – jeder Beitrag hilft die wichtige Arbeit des Parks aufrecht zu erhalten, der sich nicht nur für die artgerechte Tierhaltung und Aufklärung darüber, sondern stets auch für die Aufnahme von Tieren aus schlechten Verhältnissen einsetzt.

Hier kann man wunderbar noch ein wenig Verweilen, ehe der Besuch im Park zu Ende geht. © Stephanie Zang

Also, nichts wie auf zu einem Tagesausflug nach Bell. Und auch auf dem Weg hierher lohnt es sich die Augen offen zu halten, nicht, dass man am Wegesrand noch etwas Spannendes, wie etwa die Beller Raketenkuh übersieht.

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