Das kleine Eishäuschen am Brückenkopf in Traben hatte ursprünglich mal eine andere Funktion. Zwar konnte man hier auch vor 100 Jahren schon jede Menge Geld lassen, doch gab es dafür damals kein leckeres Eis im Austausch.

Der Bau der ersten Brücke, die die damals noch eigenständigen Ortschaften Traben und Trarbach verband, begann im Jahr 1898. Geplant wurde sie durch den Berliner Jugendstil-Architekten Bruno Möhring, dem wir auch so manches Jugendstilhaus in unserer schönen Doppelstadt zu verdanken haben. Doch eine solche Brücke über die Mosel ist teuer.
Da die Kosten nicht sofort gedeckt werden konnten, entschied man sich für die Überquerung des Flusses einen Brückenzoll zu erheben, der an eben diesem jetzigen Eis-Häuschen entrichtet werden musste. Je nachdem, ob man alleine, mit Fuhrwerk oder Tieren die Brücke passieren wollte, wurden die Kosten berechnet. Heute kann man die Preise auf einer Tafel gleich neben dem Fenster des Zollhäuschens nachlesen.
