Marienburg (Pünderich/Zell)

Die weithin sichtbare Marienburg auf dem Petersberg, liegt auf einer natürlichen Halbinsel, die durch eine knapp 14 km lange Schleife der Mosel gebildet wird. Im 12. Jh. fanden sich hier erste klosterbauliche Aktivitäten, während sich auf dem Berg bereits auch schon in den vorangegangenen Jahrhunderten eine Burg befunden haben soll. Heute ist die Jugendbildungsstätte Marienburg ein beliebter Tagungsort und Treffpunkt für Jugendgruppen, aber auch für Wanderer, die im burgeigenen Café einkehren. Den Weg hier herauf kann man sowohl per Pedes als auch mit dem Auto bestreiten und dann munter auf dem Bergrücken lustwandeln.

Weitere Informationen: Siehe unten.

Fahrzeit: 20 Minuten

Eintritt: frei

Gottesdienstzeiten: Folgen.

Spaß für die ganze Familie: ★★★ (Eine Wanderung rund um die Marienburg und ein leckeres Essen im Café sind ein Spaß für Groß und Klein. Gesonderte Angebote für Kinder gibt es hier jedoch nicht. Für den Aufenthalt einer Jugendgruppe sind hier jedoch ★★★★★ zu vergeben, denn dann stehen sämtliche Angebote wie Tischtennis, Kicker, Airhockey, Riesentrampolin und auch ein Partykeller zur Verfügung.

Barrierefrei: ☺ (Hier ist die Marienburg vorbildlich ausgestattet, Rollstühle sind somit kein Problem. Den Berg hinauf oder gar wieder hinab sollte man einen Rollstuhl aber besser nicht schieben, denn dafür ist er eindeutig zu steil!)

Kinderwagen: ☺ (Mit einem Kinderwagen kann man hier problemlos hingelangen und herum fahren.)

Haustiere: Hunde sind hier leider nicht erlaubt.

Kontakt / Link: Tel: 06542-9368-0 oder im Internet.

Koordinaten: 50° 2′ 36″ N, 7° 8′ 12″ O

Navigation: Karte.

Parken: Parkplätze gibt es auf der rechten Seite des Weges knapp unterhalb der Burg oder aber auch direkt am Beginn des Burgberges. Eine Wanderung den steilen Berg hinauf kann jedoch sehr anstrengend sein – man sollte dazu gut zu Fuß sein.

Good-to-know: Die Marienburg kann auch als Tagungsstätte mit Übernachtungsmöglichkeiten gebucht werden, eignet sich jedoch auch oder insbesondere für Jugendgruppen. Hier gibt es neben Freizeitspaß mit Tischtennis, Kicker und Airhockey oder einem Riesentrampolin auch einen Meditationsraum, einen Partykeller und ein Klavier für musikalische, entspannte Abende oder durchgefeierte Nächte.

Tipps: Eine Tour zur Marienburg eignet sich auch hervorragend als Wanderung. Unweit der Burg selber geht es in den Wald hinein, wo man von einem Aussichtsturm nochmals einen wunderbaren Blick ins Tal genießen oder auch eine Rast für ein Picknick einlegen kann.

Ausführliche Informationen:

Im 12. Jh. wurde das Augustinerinnenkloster Marienburg auf dem Petersberg bei Pünderich errichtet. Bereits zuvor sollen sich auf dem Berg Burgen gefunden haben. Die Lage ist nahezu ideal, schließlich ist der Berg zu 80% von Wasser umgeben und bildet somit eine natürliche Halbinsel. Von der Terasse der Burg aus kann man zu beiden Seiten im Tal die Mosel sehen und gewinnt so einen Eindruck, wie gewunden sich der Fluß durch das Tal schlängelt.

Bereits die alte Burg, die zu Kurtrier gehörte trug den Namen „Castrum Mariae“, 1157 wurde dann die neue Klosterkirche der „Marienburg“ eingeweiht. Unter den Kriegen und Streitigkeiten der darauffolgenden Jahre haben ds Kloster und seine Bewohnerinnen stark zu leiden. Anfang des 16. Jh. wird es schließlich geschlossen und die Chorfrauen in anderen Klöstern (etwa dem Kloster Stuben bei Bremm) untergebracht.

Zunächst noch weiter als Befestigungsanlage ausgebaut wird das Kloster schließlich Ende des 18. Jh. durch französische Revolutionstruppen völlig zerstört. Doch schließlich findet das Gelände mit seiner Kirchenruine über verschiedene Besitzer wieder seinen Weg zum Bistum Trier. 1957 erhält das Gotteshaus wiederum die kirchliche Weihe. Doch weitere fast 40 Jahre vergehen, ehe die Marienburg zum ersten Mal wieder einen Priester hat.

Über die Jahre entwickelte sich die Marienburg zu einem Ort der Begegnung . Insbesondere für die Jugendlichen der angrenzenden Ortschaften Pünderich, Zell, Alf und Bullay ist die Marienburg ein fester Bestandteil des kirchlichen und sozialen Zusammenlebens. Das Jugendbildungszentrum, dass sich der politischen, sozialen, religiösen und musisch-kulturellen Jugendbildung widmete wurde 2006 jedoch geschlossen. Die Fachstelle plus für kirchliche Kinder- und Jugendarbeit mit einer Kirche der Jugend auf der Marienburg wurde initiiert und noch heute begeistert der Junge Chor Marienburg mit seinen stimmgewaltigen Konzerten Jung und Alt.

Für Wanderer oder Gäste zur Übernachtung bietet die Burg mit ihrer Kirche die Gelegenheit zur Einkehr. Zudem stehen verschiedene Räumlichkeiten einschließlich eines Partykellers für laute Abende, aber auch eines Klaviers für die leiseren Töne zur Verfügung. So verbindet die Marienburg noch heute Groß und Klein, Jung und Alt, Gott und die Menschen – denn hat man erst einmal die Spitze des Petersberges erklommen, so ist man dem Himmel mit Sicherheit ein Stückchen näher gekommen.

Durch den Torbogen geht es zur eigentlichen Burg hinein. © Stephanie Zang
Durch den Torbogen geht es zur eigentlichen Burg hinein. © Stephanie Zang
Die Marienburg thront wie eine Krone oben auf der Spitze des Beres und ist so von vielen Moselortschaften aus zu sehen. © Stephanie Zang
Die Marienburg thront wie eine Krone oben auf der Spitze des Beres und ist so von vielen Moselortschaften aus zu sehen. © Stephanie Zang
In der Ferne ist bei genauem Hinsehen das alte römische Viadukt zu erkennen, das heute als Bahnstrecke dient. © Stephanie Zang
In der Ferne ist bei genauem Hinsehen das alte römische Viadukt zu erkennen, das heute als Bahnstrecke dient. © Stephanie Zang
Der Petersberg ist auf allen Seiten dicht mit Reben bewachsen, die besonders im Herbst eine farbenprächtige Kulisse bieten. © Stephanie Zang
Der Petersberg ist auf allen Seiten dicht mit Reben bewachsen, die besonders im Herbst eine farbenprächtige Kulisse bieten. © Stephanie Zang

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