Tagestour Manderscheider Burgen – Heidsmühle – Kloster Himmerod

Wer sich für einen Urlaub an der Mosel entscheidet, sollte den Blick auch ab und an mal aus dem Tal heraus schweifen lassen… Zum Beispiel in Richtung der beiden Gebirgszüge, die das Moselbett in unserer Region zu beiden Seiten einrahmen. Links der Mosel findet sich dabei die Eifel, rechts der Hunsrück… diese Tagestour führt in die Eifel, zu zwei mittelalterlichen Burgen, einem Restaurant mit Forellenzucht und Streichelzoo, sowie einer leckeren Tasse Kaffee mit Kuchen in einem beeindruckenden Kloster. Somit kombiniert diese Tagestour wandern, entdecken, Tiere füttern und auch selber lecker Essen gehen…

Unsere Tour beginnt, wie üblich, in Traben-Trarbach an der Mosel. Von hier führt uns der Weg über den Mont Royal in die Eifel hinein. Nach einem kurzen Stück Autobahn erreichen wir so die Manderscheider Burgen beim gleichnamigen Ort Manderscheid (Karte). Parken kann man hier zum Beispiel auf dem Parkplatz in der Klosterstraße, von wo aus die Burgen zu Fuß zu erreichen sind. Ein paar hundert Meter ins Tal hinab kann man die Niederburg bereits bestaunen. Navigation: Klosterstraße, Manderscheid.

Die Niederburg Manderscheid findet sich unterhalb der Oberburg im Liesertal. © Stephanie Zang
Die Niederburg Manderscheid findet sich unterhalb der Oberburg im Liesertal. © Stephanie Zang

Sie ist Schauplatz des alljährlichen Mittelalterlichen Spektakulums mit Markttreiben, Ritterturnier, Lager und Gauklervorführungen. Den Rest des Jahres kann man die Burg aber auch so besichtigen und ihren hohen Bergfried erklimmen, der einen tollen Ausblick über die Umgebung bietet.

Die kleinere Oberburg liegt unweit der Niederburg und bietet von ihrem Bergfried aus einen tollen Ausblick auf Manderscheid und das Liesertal. © Stephanie Zang
Die kleinere Oberburg liegt unweit der Niederburg und bietet von ihrem Bergfried aus einen tollen Ausblick auf Manderscheid und das Liesertal. © Stephanie Zang

Einen noch beeindruckenderen Blick erhält man jedoch von der Oberburg aus, welche – wie der Name es bereits erahnen lässt – oberhalb der Niederburg (in Steinwurfweite) gelegen ist. Sie ist nur zu Fuß zu erreichen, festes Schuhwerk ist somit zu empfehlen.

Nach der ausgiebigen Erkundung und Wanderung zwischen den beiden Burgen (ca. 2,5 Stunden) wird sicherlich der eine oder andere Magen bereits mächtig am Knurren sein. Wie gut, dass leckere Abhilfe gleich in der Nähe ist: Vom Parkplatz aus folgen wir den Serpentinen den Berg hinauf (die Beifahrer können dabei nochmals den Blick auf die Niederburg genießen). Dann biegen wir links ab und folgen den Hinweisschildern zum Hotel Heidsmühle. Navigation: Mosenbergstraße 22.

Das Restaurant und Hotel Heidsmühle in Manderscheid ist bei Einheimischen, wie auch bei Gästen sehr beliebt. © Stephanie Zang
Das Restaurant und Hotel Heidsmühle in Manderscheid ist bei Einheimischen, wie auch bei Gästen sehr beliebt. © Stephanie Zang

Hier gibt es erneut reichlich Parkplätze vor dem Haus. Während hier dann die Erwachsenen geduldig auf ihr Mittagessen warten, können die Kinder schonmal den kleinen Park hinter dem Haus erkunden, wo man auch Ziegen streicheln kann. Aber auch die Enten, die hier leben sind äußerst handzahm.

Für 50 Cent am Futterautomaten findet man hier schnell neue Freunde. © Stephanie Zang
Für 50 Cent am Futterautomaten findet man hier schnell neue Freunde. © Stephanie Zang

Auf der Speisekarte stehen unter anderem frische Forellen, die hier gezüchtet werden. Nach einer kulinarischen Stärkung läd der Park danach alle zu einem kleinen Verdauungsspaziergang ein. Für etwas Kleingeld kann man zudem auch die Enten und Fische froh machen und letztere sogar munter springen sehen…

Für 50 Cent kann man Fischen (und Enten) hier eine Freude machen. Auch für die Kinder gehört das Füttern der Tiere zu einem Highlight des Besuchs an der Heidsmühle. © Stephanie Zang
Für 50 Cent kann man Fischen (und Enten) hier eine Freude machen. Auch für die Kinder gehört das Füttern der Tiere zu einem Highlight des Besuchs an der Heidsmühle. © Stephanie Zang

Im Wasser zeigt sich mit jeder Handvoll Futter, die hineingeworfen wird ein quirliges Durcheinander, dass manche Ente, die auch hofft hier etwas zu ergattern, in die Höhe hebt.

Im Wasser herrscht emsiges Treiben, wenn es Futter gibt. Da kann auch der Fütternde schonmal nass gemacht werden. © Stephanie Zang
Im Wasser herrscht emsiges Treiben, wenn es Futter gibt. Da kann auch der Fütternde schonmal nass gemacht werden. © Stephanie Zang

Frisch gestärkt geht es danach mit dem Auto weiter in Richtung Kloster Himmerod. In der Zisterzienserabtei leben noch heute Mönche und wenn man Glück hat kann man bei einer ihrer Messen ihren Gesängen lauschen. Navigation: Himmerod 3, Großlittgen.

Den Weg hinunter zur Klosterkirche säumen Äpfel- und Birnenbäume. Manch lokales Erzeugnis kann man hier noch heute kaufen. © Stephanie Zang
Den Weg hinunter zur Klosterkirche säumen Äpfel- und Birnenbäume. Manch lokales Erzeugnis kann man hier noch heute kaufen. © Stephanie Zang

Doch auch manche ihrer Arbeiten (und die vieler anderer fleißiger Hände hier im Kloster) kann man im Klosterladen oder der angrenzenden Bäckerei und ehemaligen Mühle erwerben. Letztere ist zudem als Museum ausgebaut und lohnt, ebenso wie der beeindruckende Klosterbau selbst, einer Besichtigung. Wer lieber an der freien Luft das Wetter genießen möchte ist auf dem Bienenlehrpfad gut aufgehoben.

Unweit des Klosters befindet sich ein geräumiges Insektenhotel sowie ein Bienenlehrpfad. © Stephanie Zang
Unweit des Klosters befindet sich ein geräumiges Insektenhotel sowie ein Bienenlehrpfad. © Stephanie Zang

Wenn alles entdeckt und erkundschaftet ist, so läd die Gaststätte im Inneren der Klostermauern zu einer Tasse Kaffee, einem leckeren Eis oder Stück Kuchen ein. Natürlich kann hier auch deftig gespeist werden (wer dies noch nicht in der Heidsmühle getan hat, kann es hier nun nachholen).

Eignung: /-/// (Die /// beziehen sich auf die Wanderung zwischen Nieder- und Oberburg in Manderscheid. Alle anderen Unternehmungen an diesem Tag sind mit / zu kennzeichnen.)

Schummeln: Da man auf dieser Tour die einzelnen Ziele alle mit dem Auto anfährt ist Schummeln hier kaum möglich bzw. nötig, denn die Parkplätze sind stets direkt am Ort des Geschehens.

Geocaching: An den einzelnen Anlaufstellen dieser Tagestour sind aktuell insgesamt 10 Geocaches versteckt (6 in Manderscheid + 3 Multis, 1 in Himmerod) . Natürlich finden sich auch entlang der mit dem Auto gefahrenen Strecke manche Verstecke, hier kann man natürlich jederzeit kurz von der Route abweichen und den einen oder anderen Cache mitnehmen.

Uhrzeit: 9 – 10 Uhr als Startzeit ist zu empfehlen

Dauer: Ca. 8 Stunden (berechnet werden ca. 3/4 Stunde Anfahrt nach Manderscheid, 2,5 Stunden für die Wanderung durch die Burgen, 1,5 Stunden Aufenthalt im Restaurant Heidsmühle, 1/2 Stunde Fahrt zum Kloster Himmerod, 2 Stunden Aufenthalt in Kloster und Café sowie 3/4 Stunde Rückfahrt nach Traben-Trarbach. Wer unterwegs geocachen will sollte etwas mehr Zeit einplanen oder einen der Orte weglassen.

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