Schalkenmehrener Maar

Mit seiner Wasserfläche von 22 ha ist das Schalkenmehrener Maar das größte in der Gruppe aus drei Maaren unweit der Gemeinde Schalkenmehren. Während es im Winter zu ausgedehnten Spaziergängen im Schnee einlädt, kann man sich hier im Sommer mit Schwimmen, Bootfahren, Segeln oder gar Windsurfen die Zeit vertreiben… und auch der eine oder andere Fisch kann einem hier an den Haken gehen. Die Maare in der Eifel sind mit Regenwasser gefüllte Vulkankrater, und mehr als 10.000 Jahre alt. Unweit des Schalkenmehrener Maars findet sich in Daun das Eifel-Vulkanmuseum, in dem man alles über die Vulkaneifel und die Entstehung der Maare erfahren kann.

Weitere Infos unten…

Fahrzeit: 45 Minuten

Eintritt: frei

Öffnungszeiten: Zutritt zum Maar erhält man rund um die Uhr.

Spaß für die ganze Familie: ★★★ (Ein Spaziergang an der frischen Luft, im Sommer vielleicht ein kühles Bad oder eine kleine Rundfahrt mit dem Ruderboot. Vielleicht auch ein Picknick im Grünen. Hier kann man mit der ganzen Familie Spaß haben.)

Barrierefrei: ☺ (Der Weg rund ums Maar ist asphaltiert und somit auch mit dem Rollstuhl sehr gut zu befahren.)

Kinderwagen: ☺ (Mit dem Kinderwagen kann man sich auch auf dem einen oder anderen unebenen Weg rund um das Maar bewegen.)

Haustiere: Hunde sind hier erlaubt.

Kontakt / Link: http://www.schalkenmehren.de oder

Koordinaten:  50°10′N, 6°52′O

Navigation: Karte.

Parken: Entlang der Maarstraße finden sich linker Hand immer wieder öffentliche Parkplätze. Das Maar wiederum findet sich rechter Hand hinter der Hausreihe.

Good-to-know: Wem eine einfache Umwanderung des Schalkenmehrener Maars nicht reicht, der kann den Weg noch etwas ausweiten und auch zum Weinfelder oder Gemündener Maar wandern. Beide sind kleiner, aber nichtsdestotrotz absolut sehenswert. Je nach Zeit kann man so den Spaziergang individuell ausweiten und auch auf einer der vielen Bänke rasten und den Ausblick genießen.

Tipps: Eine leckere Pause mit schönem Ausblick kann man im Café Maarblick (Maarstraße 16) einlegen. Hier gibt es Frühstück, Mittagessen und leckeren Kuchen direkt am Schalkenmehrener Maar.

Hunger? Kein Problem, hier wird bei schöner Aussicht für Abhilfe gesorgt... © Stephanie Zang
Hunger? Kein Problem, hier wird bei schöner Aussicht für Abhilfe gesorgt… © Stephanie Zang
Ob Frühstück, Mittagessen oder Kafee und Kuchen, im Café Maarblick gibt es zu jeder Tageszeit etwas Feines. © Stephanie Zang
Ob Frühstück, Mittagessen oder Kafee und Kuchen, im Café Maarblick gibt es zu jeder Tageszeit etwas Feines. © Stephanie Zang

Eignung: / (Der Weg rund um das Maar ist größtenteils asphaltiert. Will man das Maar direkt am Ufer umrunden, so empfiehlt sich festes Schuhwerk und die Eignung steigert sich zu ///. Ansonsten muss man ab und an vom Ufer abweichen und durch den Ort wandern, doch auch dies lohnt. So kommt man zum Beispiel bei einem Holzkünstler vorbei…)

Unweit des Maars findet man filigrane Kunst, mit der Kettensäge gefertigt. © Stephanie Zang
Unweit des Maars findet man filigrane Kunst, mit der Kettensäge gefertigt. © Stephanie Zang

Ausführliche Informationen:

Über die ganze Vulkaneifel verteilt finden sich 75 Maare. Die meisten von ihnen sind sogenannte Trockenmaare, anders als die Maarseen bei Schalkenmehren. Sie entstanden durch den Kontakt von Grundwasser mit heißem Magma aus den einst aktiven Vulkanen, was zu einer Wasserdampfexplosion und der Trichterbildung führte. Dieser Vorgang liegt bei sämtlichen Eifelmaaren mehr als 10.000 Jahre, teils sogar noch länger zurück, sodass sich über die Jahrtausende das Regenwasser in ihnen sammeln konnte.

Die Maare haben eine trichterförmige Form, welche im Falle des Schalkenmehrener Maars 121 Meter in die Tiefe ragen soll. Die übrige Wassertiefe liegt an den tiefsten Stellen bei 21 Metern. An seinem östlichen Rand ist das Wasser so flach, dass es hier den Charakter eines Trockenmaars bzw. Moors hat.  Nach dem Pulvermaar bei Daun, ist das Schalkenmehrener Maar das zweitgrößte in der Eifel.  Doch auch außerhalb der Eifel gibt es manche Maarseen.

Der Name „Maar“ soll sich aus der Eifeler Mundart abgeleitet haben. Eine Verbindung zum lateinischen Wort „mare“, also „Meer“ scheint naheliegend.

Die Maare in der Eifel, ebenso wie deren Vulkane zeigen bereits seit mehreren tausend Jahren keine vulkanische Aktivität mehr, anders als ihre „Verwandten“ in aller Welt, die teils nach wie vor aktiv sind und zu phreatomagmatischen Explosionen (durch Kontakt mit Wasser und Magma/Lava) führen. Ausführliche Informationen über den Vulkanismus erhält man im Eifel-Vulkanmuseum in Daun (Leopoldstraße 9), keine 15 Minuten von Schalkenmehren entfernt (Telefon: 06592-985353).

Der Ausblick auf die spiegelglatte Wasseroberfläche ist an Sonnentagen ein wahrer Genuss. © Stephanie Zang
Der Ausblick auf die spiegelglatte Wasseroberfläche ist an Sonnentagen ein wahrer Genuss. © Stephanie Zang
Zwischendrin bietet sich stets die Möglichkeit zu einer kleinen Pause. © Stephanie Zang
Zwischendrin bietet sich stets die Möglichkeit zu einer kleinen Pause. © Stephanie Zang
Teils führt nur ein schmaler Wanderweg am idyllischen Ufer entlang... Hier kann man mit Rollstuhl oder Kinderwagen in den Ort ausweichen und anschließend wieder auf den befestigten Weg am Maar zurückkehren. © Stephanie Zang
Teils führt nur ein schmaler Wanderweg am idyllischen Ufer entlang… Hier kann man mit Rollstuhl oder Kinderwagen in den Ort ausweichen und anschließend wieder auf den befestigten Weg am Maar zurückkehren. © Stephanie Zang
Am Maar finden sich Tafeln mit Informationen zu den Maaren sowie Flora und Fauna. © Stephanie Zang
Am Maar finden sich Tafeln mit Informationen zu den Maaren sowie Flora und Fauna. © Stephanie Zang
Das Ostufer ist sehr seicht und gleicht mit seinem Bewuchs einer Moorlandschaft. © Stephanie Zang
Das Ostufer ist sehr seicht und gleicht mit seinem Bewuchs einer Moorlandschaft. © Stephanie Zang

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