Die Tagestour „Wanderung Bernkastel-Kues“ ist eine Kombination aus Wanderung, Stadtbesichtigung, Weinprobe, Moselschifffahrt und auf Wunsch auch der Besichtigung einer mittelalterlichen Burgruine.
Beginnend in Traben-Trarbach machen wir uns mit festem Schuhwerk zunächst auf den Weg auf die rechts der Mosel gelegene Trarbacher Seite, denn hier geht es den Berg hinauf in den Wald. Vorbei am Weihertorplatz geht es, dem Bernkasteler Weg folgend, hinauf zum Gymnasium. Ab hier geht es steil bergauf. Bei einer Betrachtung der Moselschleifen aus der Vogelperspektive, fällt auf, dass Traben-Trarbach am Grunde eines „Handschuhs“ liegt bzw. einer derart geformten Moselschleife. Folgt man mit dem Auto der Kontur von Daumen und Fingern, so beschert einem dies eine knappe halbe Stunde Fahrspaß durch viele Moselortschaften, ehe man Bernkastel-Kues erreicht. Bei unserer Wanderung nehmen wir jedoch die Abkürzung über den Bergrücken, also das „Handgelenk“, genießen die schöne Aussicht und schaffen es so mit einem strammen Marsch in 1-1,5 h ebenfalls nach Bernkastel-Kues.
Auf Trarbacher Seite laufen wir am Weihertorplatz vorbei zunächst zum Bernkasteler Weg und laufen diesen hinauf zum Gymnasium.

Am Gymnasium angekommen halten wir uns links davon (lassen das Gymnasium rechts liegen) und laufen steil den Berg hinauf in den Wald hinein, bis wir auf einen quer verlaufenden Weg stoßen, dem wir nach rechts folgen. Anschließend nähert sich eine Abbiegung nach links in den Wald hinein.

Der Weg ist durchgehend beschildert und somit recht gut zu finden.

Durch den Wald geht es nun lange immer weiter bergauf. Ab und an finden sich links und rechts des Weges Bänke, die zu einer kleinen Rast einladen. Der beliebteste Rastplatz findet sich jedoch ganz oben auf dem Bergkamm. Dass der Gipfel bald erreicht ist, erkennen wir, wenn sich die Baumreihen lichten und Felder zu sehen sind.

Hier kann man umgeben von Hecken an fest installierten Tischen rasten, grillen oder mitgebrachte Speisen verzehren und sich dabei den „Bergwind“ um die Nase wehen lassen. Manchmal lassen sich hier zu früher Stunde in den Feldern auch Rehe und Hasen beobachten, die ebenfalls auf Nahrungssuche sind… Rinder und Pferde trifft man hier ebenfalls häufig auf ihren Weiden an.

So gestärkt machen wir uns dann wieder auf den Weg den Berg hinunter und zwar auf jenem Weg, der die Verlängerung unseres Weges bildet, auf dem wir hergekommen sind. Um noch einmal einen Übeblick über die Moselschleifen zu bekommen hilft uns aber auch die eiserne Tafel, die alle Moselorte anzeigt, die von hier zu erwandern sind… vielleicht wechselt der eine oder andere ja noch spontan das Ziel des Ausflugs:D

Den Berg hinunter folgen wir dem Wald Weg linker Hand (rechts findet sich ein asphaltierter Weg).

Nach einiger Zeit, die wir erneut durch den Wald gehen, lichten sich die Bäume und weichen den Weinbergen. Die Gaststätte „Eiserne Weinkarte“ liegt direkt am Weg und läd zu einer erneuten Rast ein. Danach lässt man sie rechts liegen und wendet sich nach links weiter bergab der Doppelstadt Bernkastel-Kues zu, die man durch das Graacher Tor betritt. Vorher lohnt sich aber noch ein Blick nach links, auf den „Doktor-Weinberg“ mit dem darunter liegenden Keller, auf dessen Tor die berühmte „Doktorwein“-Geschichte von Bernkastel-Kues bildlich dargestellt ist.

Hat man das Graacher-Tor durchquert (in dem Tor befindet sich übrigens ein kleines Heimatmuseum) so gelangt man, der Straße folgend, zum Bärenbrunnen, lässt diesen links liegen und schlängelt sich so hindurch zum Marktplatz. Hier steht es einem nun frei, ob man ein Café, ein Restaurant, eine Weinstube oder ein Geschäft aufsuchen möchte, oder von hier gleich den nächsten Aufstieg, hinauf zur Burg Landshut in Angriff nimmt.
Ein kleiner Tipp noch zum Schluss: Wer die Rückfahrt mit dem Ausflugsschiff über die Mosel plant, tut gut daran nach Ankunft in Bernkastel-Kues kurze 10 Minuten darauf zu verwenden zum Schiffsanleger an der Mosel zu gehen und die Abfahrtszeiten zu überprüfen, bevor man am Abend eines der – zugegebenermaßen sehr schönen – Hotels in Bernkastel in Anspruch nehmen muss;P
Eignung: /// (Der Anstieg durch den Wald ist steil und nicht zu unterschätzen. Eine gewisse Grundfitness ist hier Voraussetzung.)

Schummeln: Mit dem Auto kann man in Wolf ebenfalls zur „Eisernen Weinkarte“ fahren und sich so zum Beispiel als Essenslieferant beliebt machen… Hierfür kann man nach Graach und dann den Berg hinauffahren (Am Kaisergarten 1, 54470 Graach, Karte) . Zudem kann man den einen oder anderen mit hinauf nehmen, der sich somit den Aufstieg spart und nur am entspannten Abstieg nach Bernkastel-Kues teilnimmt.
Geocaching: Auf unserer Route finden sich derzeit 2 Geocaches. Viel Spaß beim Suchen und Danke an die, die sie versteckt haben und betreuen!
Uhrzeit: Start zwischen 9 und 10 Uhr empfehlenswert, Start des letzten Schiffes zumeist um 17 Uhr in Bernkastel (ohne Gewähr, also bitte nachschauen).
Dauer: ca. 8 h (Die reine Wanderzeit kann man ohne Rast mit etwa 1,5 h einplanen. Die Schifffahrt benötigt, je nach Verkehr in der Schleuse etwa 2 h. Für eine Wanderung zur Burg Landshut hinauf sollte man mit Besichtigung weitere 1,5 h aufwenden. Die restliche Zeit verbleibt bei einem Rundgang durch die Stadt und dem Besuch des einen oder anderen Restaurants und Museums.)