Auf dem königlichen Berg bei Traben-Trarbach findet sich der Sportflugplatz des kurz nach dem 2. Weltkrieg gegründeten Deutsch-Amerikanischen Segelflug Clubs (DASC). Im Jahr 1954 war es die Leidenschaft zu fliegen, die die Gründungsmitglieder unterschiedlicher Nationalität zusammenbrachte und den Verein nach kurzer Zeit auf eine Stärke von 100 Mitgliedern anwachsen ließ. Heute ist der Sportflugplatz auf dem Mont Royal ein beliebtes Ziel für Touristen wie Einheimische, entweder um den Flugzeugen bei Start und Landung zuzuschauen oder aber auch selber in einem von ihnen einen besonderen Blick auf die Moselschleife zu werfen.
Ausführlichere Infos gibt es unten…
Fahrzeit: 10 Minuten, zu Fuß 45 min durch die Weinberge
Eintritt: frei, Rundflüge sind auf Nachfrage möglich und kosten ein kleines angemessenes Entgelt
Öffnungszeiten: Im Sommern öfter als im Winter, aber generell ist die Nutzung und somit der Spaß am Zuschauen abhängig von Wetter und Thermik. Die Flugplatzgaststätte hat von Ende Feburar bis Mitte April Freitags-Sonntags ab 11 Uhr geöffnet. Von Mitte April bis Ende Oktober ist hier zusätzlich Mittwochs und Donnerstags ab 13 Uhr sowie an Feiertagen ab 11 Uhr das Lokal geöffnet.
Spaß für die ganze Familie: ★★★★★ (Welcher technikbegeisterte Junge schaut nicht gerne den Flugzeugen zu, lässt sich etwas erklären oder fliegt sogar selber mit?)
Barrierefrei:☺(Hier ist alles gut ebenerdig zu erreichen, der Parkplatz hat jedoch einen Schotterboden.)
Kinderwagen: ☺(Alles kein Problem hier.)
Haustiere: Hunde sind erlaubt… sie sollten allerdings eher auf dem Boden bleiben;-)
Kontakt / Link: http://www.moselflugplatz.de
Koordinaten: 49°58′4″N, 7°6′42″O
Navigation:
Mit dem Auto: Der „Neuen Straße“ bzw. der Kreisstraße 64 folgend geht es den Berg hinauf. Linker Hand findet sich das Rollfeld des Flugplatzes. Nun kann man wahlweise rechter Hand parken oder vor dem Wald nach links abbiegen und an den Flughafen selbst heranfahren, Karte.
Zu Fuß: Von der Touristinfo aus geht es in Richtung Brücke. Dieser den Rücken zugewandt folgt man dann der Poststraße den Berg hinauf zur ev. Kirch Traben. Zwischen dieser und einem hübschen Fachwerkhaus aus dem 17. Jh. folgt man der Straße „Im Faller“ bis zu einer Spitzkehre nach rechts, aus welcher ein Kiesweg in den Wald hineinführt. Ab hier ist der Weg ausgeschildert, Karte.
Parken: direkt am Flugplatz gibt es Parkplätze, weitere stehen auf der Anfahrtsroute rechter Hand (links ist das Rollfeld) zur Verfügung
Good-to-know: In der Gaststätte des Flugplatzes kann man bei einer Fliegervesper den startenden und landenden Maschinen zuschauen und bei schönem Wetter im Außenbereich auch ihr Treiben am Himmel verfolgen.
Tipps: Einen Besuch hier oben kann man idealerweise mit einer Erkundung der Festung Mont Royal und/oder einem Besuch des Kletterparks verbinden.
Ausführliche Informationen:
Der Flugplatz Mont Royal entstand in den Jahren 1956-57 und somit einige Jahre nach der Gründung des DASC. Grund dafür war, dass zunächst einmal die Finanzierung des Projekts „eigener Flugplatz“ sichergestellt werden musste. So behalf man sich vorher mit Kontakten zu benachbarten Sportflugplätzen, viele dieser Beziehungen werden auch heute noch freundschaftlich gepflegt. Gerade zu den Flugplatzfesten muss man daher nicht lange bitten, dass der eine oder andere Pilot mit seiner Maschine an der Mosel vorbeischaut.
In den Reihen des DASC selbst findet sich aber auch manch bekannter Veteran, wie etwa Charels Elwood Yeager, kurz „Chuck“ genannt, der als erster Mensch die Schallmauer durchbrach, damals mit seiner Bell X-1. Noch heute ist der Verein stolz auf sein berühmtes Mitglied.
Fliegen lernen kann man beim DASC ab dem 14. Lebensjahr. Nach einigen begleiteten Flugstunden darf man dann das erste Mal selber an Seilwinde oder voranfliegendem Motorflieger den Start in den Himmel wagen. Auch als Besucher kann man bei einem solchen Rundflug den Blick weit in die Ferne schweifen lassen: über die Moselschleife, Eifel und Hunsrück sowie die benachbarten Burgen und Ortschaften.
Doch auch vom Boden aus lässt sich das Spektakel am Himmel eindrucksvoll mitverfolgen: Zum Beispiel bei einem der sommerlichen Flugtage, wenn auch Modellflieger, Fallschirmspringer oder Meister des Segelkunstflugs ihr Können zur Schau stellen.
Der Flugplatz ist jedoch auch noch auf andere Art und Weise eine beliebte Adresse, nämlich für Privatflieger, die den Mont Royal als „Basislager“ für ihre Urlaubsreisen mit Sternflügen in die Region. Die Gäste kommen dazu mit ihren teils einzigartigen Maschinen aus ganz Europa hierher.
Ob als reiner Zaungast oder mutiger Mitflieger: Der Flugplatz Mont Royal ist in jedem Fall einen Ausflug wert.




Extra:
An zwei Tagen wurde ich durch den Vorsitzenden Herrmann Krämer und manch anderen Flugveteran über das Gelände des Flugplatzes Mont Royal geleitet und habe dabei viel über die Geschichte des Vereins lernen können. Zudem durfte ich buchstäblich „in die Luft gehen“. Auch wenn die Thermik es an diesem Tag nicht gut mit uns meinte, so habe ich den Blick aus der Vogelperspektive (ca. 400 m Höhe) auf unsere Heimat sehr genossen. Ein weiteres Mal hat sich mir dabei bestätigt, wie schön unsere Region und Landschaft ist und dass wir dies nicht all zu leicht übersehen sollten.
Beim Flugplatzfest dann durfte ich beeindruckende Maschinen und Flugkünstler bestaunen. Einen solchen Segelkunstflug würde ich mich wohl auch als „Beifahrer“ nur nach langer langer Überlegung trauen, Hut ab vor solch einer Leistung.
Vielen Dank an den DASC, dass ich einen Einblick in euer tolles Hobby über den Wolken gewinnen durfte, allzeit guten Flug und gutes Flugwetter und auf bald mal wieder auf dem Mont Royal!
