Die Klosterkirche Springiersbach (bei Bengel in der Eifel) wurde im 12. Jh. ursprünglich als Augustiner-Chorherrenstift erbaut und beherbergt heute ein Karmeliterkloster. Der Name leitet sich von der Lage am am gleichnamigen Bach ab. Die heutige Kirche wurde nachdem ihre Vorgängerin als baufällig abgerissen worden war im 18. Jh. im Barock- und Rokokostil neu errichtet. Sie ist beliebtes Ausflugsziel für kurze Besuche aber auch für die längere Einkehr. Zudem geben sich in ihrem stimmungsvollen Inneren heute auch viele Brautpaare das Ja-Wort.
Weitere Informationen finden sich unten…
Fahrzeit: 20 Minuten
Eintritt: frei
Öffnungszeiten: Die Klosterkirche steht durchgehend zur Verfügung, der Klosterladen öffnet unter der Woche täglich von 9:00-11:30 und 14:00-17:00 Uhr.
Sonntag: 10:30 Eucharistiefeier, 19:00 Uhr Vesper (in der Sommerzeit)
Dienstag+Mittwoch: 19:00 Uhr Eucharistiefeier
Donnerstag + Freitag: 7:30 Uhr Eucharistiefeier
Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse
Spaß für die ganze Familie: ★ (Ein gesondertes Angebot für Kinder gibt es hier nicht… verbindet man einen Besuch des Klosters aber mit einem Abstecher zur Alten Klostermühle mit Straußenfarm in Bengel, so erhöht sich der Familienspaß sicher spontan auf ★★★★★)
Barrierefrei:☺(Auch mit Rollstuhl oder Rollator ist die Kirche gut zu begehen.)
Kinderwagen:☺(Die kleine Stufe am Eingang ist kein Hindernis für einen Kinderwagen.)
Haustiere: Hunde sind erlaubt.
Kontakt / Link: http://www.karmeliten.de/exerzitienhaus oder Mail an deutsche.provinz@karmeliten.de
Koordinaten: 50°1′30,8″N, 7°4′10″O
Navigation: Karmelitenstraße 2 in 54538 Bengel, Karte.
Parken: Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, gleich bei der Kirche findet sich ein großer, kostenfreier Parkplatz.
Good-to-know: Das Exerzitienhaus kann auch für Tagungen genutzt werden. Neben Tagungsräumen stehen hier 30 Zimmer zur Übernachtung zur Verfügung. Zudem gibt es hier auch verschiedene Kursangebote (nähere Infos).
Tipps: Unweit des Klosters Springiersbach findet sich die alte Klostermühle Bengel mit ihrer Straußenfarm: Ein Spaß und Erlebnis für die ganze Familie und perfekt mit einem Besuch beim Kloster zu kombinieren.
Ausführliche Informationen:
Die Klosterkirche Springiersbach verdankt ihre Entstehung einer adligen Witwe (Benigna von Daun), deren Sohn Richard um 1100 erster Abt eines auf ihrem Hofgut Thermunt gegründeten Augustiner-Chorherrenstifts wurde. Bereits 1102 weihte der Trierer Erzbischof Bruno von Lauffen das Kloster. In den Wirren der Kreuzzüge verlor der Bischof seinen Einfluss auf das Kloster. Einen Zutritt in den Kreis der Augustiner, deren Ordensregeln Fasten, Schweigen, Arbeiten und Beten umfassten, erhielten in dieser Zeit vor allem Adlige, unter der Bedingung ihre gesamten Besitztümer dem Kloster zu überschreiben. Das einst kleine Stift erhielt so in kurzer Zeit einen unerwarteten Reichtum, der Ländereien und Weinberge an der Mosel einschloss.
Die Grundsteinlegung einer ersten steinernen Kirche erfolgte 1121. Zuvor hatte es lediglich eine Holzkirche gegeben. Das neue Gotteshaus wurde 1135 durch den Trierer Erzbischof Adalbero von Montreuil geweiht. Der Einfluss des Klosters wuchs beständig, sodass die Äbte auch die geistliche Aufsicht über andere Klöster in der Region innehatten (etwa über das Frauenkloster Marienburg bei Zell oder das Kloster Stuben bei Bremm).
In den darauffolgenden Jahren hatte die Abtei jedoch unter zahlreichen Reformversuchen zu leiden und war letztlich dem Verfall anheimgegeben. So kam es zum Bau der neuen, heutigen Kirche im Rokoko- und Barockstil, nachdem die dreischiffige romanische Basilika, die einst an ihrer Stelle stand 1769 als baufällig abgerissen wurde. Diese wurde 1802 zur Pfarrkirche des nahegelegenen Ortes Bengel erklärt – ein Glücksfall für das Gebäude, wäre sie doch sonst – zuvor durch Napoleon säkularisiert – womöglich erneut abgerissen worden.
Heute ist die einstige Klosteranlage eine beliebte Kirche für Hochzeiten. Gerne reisen Menschen aber auch hierher um für eine Zeit im Exerzitienhaus zu verweilen und hier oder bei den angebotenen Seminaren Ruhe in der Einkehr zu finden. Das Haus ist mit seinen Tagungsräumen außerdem auch für eigene Veranstaltungen zu buchen.





Wiederum ein schöner Beitrag. Vor Allem wenn man wie ich die Vorliebe besitzt sich Kirchen anzuschauen. Hier kann man verweilen und seinen Gedanken nachgehen, aber auch Kunst, das Handwerk dahinter und Orgelmusik fasziniert mich. lg Michael