Starkenburg

Knapp 250 m hoch über der Mosel liegt das kleine Örtchen Starkenburg mit seinen etwa 250 Einwohnern. Bereits die Römer wussten die strategisch günstige Lage auf dem Berg zu schätzen und errichteten hier eine römische Höhenbefestigung. Auf dem Grund der alten Römerfestung wurde einige Jahrhunderte nach deren Zerstörung durch das Grafengeschlecht der Sponheimer die Starkenburg errichtet. Heute sind von dieser nur noch einige Mauerreste zu sehen, die Ortschaft Starkenburg erfreut sich jedoch nach wie vor großer Beliebtheit bei Wanderern und anderen Gästen, die die wunderbare Aussicht auf dem Bergkamm zu schätzen wissen.

Weitere Informationen finden sich unten.

Fahrzeit: 15 Minuten

Parken: überall im Ort möglich, neben der Gaststätte „Schöne Aussicht“ findet sich zudem ein großer Parkplatz

Spaß für die ganze Familie: ★ Keine speziellen Angebote für Kinder.

Barrierefrei: ☹ /(Der Wanderweg geht quer durch den Wald den Berg hinauf und ist somit leider nicht rollstuhlgeeignet. / Man kann aber auch mit dem Auto den Ort erreichen.)

Kinderwagen: ☹ /(Für Kinderwagen ist der Wanderweg zu unwegsam. Mit dem Auto kann man aber auch hinauf fahren.)

Kontakt / Link: http://www.starkenburg-mosel.de oder Mail an gemeinde@starkenburg-mosel.de, Telefon 06541-3978

Good-to-know: In den letzten Jahren wurde Starkenburg mehrmals beim Kreis- und Landeswettbewerb „unser Dorf soll schöner werden“ ausgezeichnet. Es lohnt sich also hier ein wenig durch die Gassen und den historischen Ortskern zu bummeln.

Tipps: Wer gerne wandert, der kann von Traben-Trarbach aus auch den Waldweg hinauf nach Starkenburg nehmen. Der Beginn findet sich wenige hundert Meter hinter der Moselbrücke auf Trarbacher Seite.

Ausführliche Informationen:

Das Örtchen Starkenburg fällt dem aufmerksamen Besucher von Traben-Trarbach sehr rasch ins Auge. Idyllisch liegt es oben auf dem Bergkamm und wacht über dem benachbarten Enkirch unten im Tal, wie es einst die namensgebende Burg oben auf dem Berg tat. Von dieser (ursprünglich Starkenberg genannt) ist inzwischen jedoch nicht mehr viel übrig.  Sie war seit dem Jahr 1125 die Residenz der Sponheimer Grafen gewesen (Hintere Grafschaft von Sponheim), jedoch 1350 durch die modernere Grevenburg oberhalb von Trarbach abgelöst. In der Schlossstraße in Starkenburg sind noch heute Mauerreste der einstigen Festung zu bewundern.

Besonders sehenswert ist hier jedoch auch die evangelische Barockkirche aus dem 18. Jahrhundert. Mitten im Zentrum des lang gezogenen Ortes liegt sie direkt am Hang und ist gerade groß genug für die Einwohner von Starkenburg, doch auch Gäste sind hier gerne gesehen. Musikalisch verwöhnt wird man im Inneren von einer der berühmten Stumm-Orgeln aus dem frühen 19. Jh.. Ursprünglich geschaffen von der Hunsrücker Orgelbauerfamilie Stumm wurde sie Anfang des 21. Jh. umfangreichen Restaurierungsarbeiten unterzogen, die nur durch großzügige Spenden ermöglicht wurden. Von den einstmals fast 400, qualitativ hochwertigen Orgeln, die durch die Familie Stumm gebaut wurden, sind heute noch knapp 140 erhalten.

Einen besonderen Reiz bietet der Ort auf dem Bergkamm jedoch sicher auch dadurch, dass man von nahezu jeder Stelle aus nach nur wenigen Schritten einen Aussichtspunkt erreicht, von dem man den Blick abwechselnd übers Moseltal oder den Hunsrück schweifen lassen kann. Zahlreiche Bänke warten hierbei auf die Besucher und auch eine Gaststätte hat sich die „Schöne Aussicht“ zum Motto gemacht – der ideale Ort um nach einer anstrengenden Wanderung den kulinarischen und visuellen Lohn für die sportliche Betätigung zu erhalten.

 Extra: Die Gräfin Loretta von Sponheim ist die wohl berühmteste Gräfin aus dem Geschlecht der Sponheimer, obgleich sie „nur“ eine „angeheiratete Hoheit“ war. Als junge Witwe des Grafen Heinrich II. von Sponheim übernahm sie den Thron, bis ihr ältester Sohn Johann – später Erbauer der Grevenburg – alt genug war, um dieses Amt zu bekleiden. Sie war mutig und schlau genug dem mächtigen Erzbischof und Kurfürsten Balduin von Luxemburg die Stirn zu bieten, als dieser sein Territorium auf ihre Kosten zu erweitern gedachte. So ließ sie ihn im Jahr 1328 auf einer Schiffsfahrt die Mosel entlang gefangen nehmen. Den Drohungen von Kaiser und Kirche zum Trotz setzte sie ihre Lösegeldforderungen und die Unterzeichnung politischer Zusicherungen durch Balduin im Interesse ihres Sohnes durch und sicherte Johann dadurch sein Reich.

Der von Traben-Trarbacg ausgehende Wanderweg führt steil den Berg hinauf durch den Wald. © Stephanie Zang
Der von Traben-Trarbacg ausgehende Wanderweg führt steil den Berg hinauf durch den Wald. © Stephanie Zang
Am Ende des Wanderweges ist Zeit und Gelegenheit für eine Pause und den... © Stephanie Zang
Am Ende des Wanderweges ist Zeit und Gelegenheit für eine Pause und den… © Stephanie Zang
...traumhaften Blick auf die Moselschleife bei Traben-Trarbach. © Stephanie Zang
…traumhaften Blick auf die Moselschleife bei Traben-Trarbach. © Stephanie Zang
Seit Jahrhunderten werden die Moselbewohner von Hochwassern heimgesucht. Warum sollte es Starkenburg in seinen 250 m Höhe also besser gehen? Aber Augen auf... lasst euch nicht für dumm verkaufen... © Stephanie Zang
Seit Jahrhunderten werden die Moselbewohner von Hochwassern heimgesucht. Warum sollte es Starkenburg in seinen 250 m Höhe also besser gehen? Aber Augen auf… lasst euch nicht für dumm verkaufen… © Stephanie Zang
Ein Fuderfass und die Kirche © Stephanie Zang
Ein Fuderfass und die Kirche © Stephanie Zang
Die Stummorgel in der Starkenburger Kirche ist für die Besucher sowohl ein Augen- als auch ein Ohrenschmaus... © Stephanie Zang
Die Stummorgel in der Starkenburger Kirche ist für die Besucher sowohl ein Augen- als auch ein Ohrenschmaus… © Stephanie Zang
Von Starkenburg aus haben Wanderfreunde Vorfahrt und alle Optionen offen. © Stephanie Zang
Von Starkenburg aus haben Wanderfreunde Vorfahrt und alle Optionen offen. © Stephanie Zang

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