Burg Landshut (Bernkastel-Kues)

Die Ruine der Burg Landshut trohnt hoch oben über dem Moselort Bernkastel-Kues auf dem über 200 Meter hohen Burgberg. Sie stammt aus dem 13. Jh.. Bauherr war der Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen, welcher – ebenso wie seine Nachfolger – die Burg mit ihrem weiten Blick über Mosel und Ländereien als Sommerresidenz zu schätzen wusste. Seit einem Feuer im Jahr 1692 ist sie nur noch als Ruine erhalten. Heute besuchen zahlreiche Wanderer und Gäste der Stadt Bernkastel-Kues das ehrwürdige Gemäuer um bei einem Glas Wein den Blick schweifen und die Seele baumeln zu lassen.

Weitere Informationen: Siehe unten.

Eintritt: frei 

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 11:00-21:00 Uhr

Spaß für die ganze Familie: ★★★ (Spezielle Kinderangebote gibt es hier keine, doch in einer alten Ruine gibt es manches zu entdecken.)

Barrierefrei:  (Leider sind der Weg und Zugang zur Burg uneben und mit einigen Stufen ausgestattet.)

Kinderwagen: (Den Kinderwagen sollte man die Stufen hinaufgetragen bekommen.)

Haustiere: Hunde sind hier erlaubt.

Kontakt / Link: info@burglandshut.com, bzw. www.burglandshut.com, Telefon (0) 6531 5005900

Koordinaten: 49°54′40,3″N, 7°4′28,7″O

Adresse: Burg Landshut 1, 54470 Bernkastel-Kues

Navigation: Per Pedes ist der Weg vom Marktplatz in Bernkastel aus ausgeschildert. Hier folgt man dem Weg durch die Weinberge den Berg hinauf, das Ziel stets fest vor Augen. Mit dem Auto muss man zunächst Bernkastel durchqueren und den Burgbergtunnel passieren. Dahinter findet sich in einer der Serpentinen im Wald eine Abbiegung nach rechts zu Jugendherberge und Burg.

Parken: Direkt oberhalb, nahe der Jugendherberge ist ein Parkplatz. Von hier aus sind es knapp 200 m steil den Berg hinab zur Burg. Alternativ kann man am Moselufer parken und vom Marktplatz aus am Spitzhäuschen vorbei hinauf zur Burg Landshut wandern.

Good-to-know: Traditionell im September findet in Bernkastel-Kues das große „Weinfest der Mittelmosel“ statt, zu dem stets mehrere hunderttausend Menschen in den Ort strömen. Als einer der Höhepunkte gilt das am Samstagabend stattfindende Höhenfeuerwerk, das unter anderem von der Burg Landshut aus gezündet wird und die Ruine in spektakulärem Licht erstrahlen lässt. Details unter: http://www.bernkastel.de/veranstaltungen/weinfest/top-fuenf-hoehepunkte-am-weinfest.html

Tipps: Für eine Fahrt oder Wanderung zur Burg Landshut sollte man Zeit mitbringen, denn auch der Ort zu ihren Füßen lohnt einer ausgedehnten Besichtigung und Erkundung.

Ausführliche Informationen:

Bereits vor 1276 – dem Baujahr der heutigen Burg Landshut, sollen auf dem Bergrücken über Bernkastel-Kues Burgen gestanden haben. Das Gebiet gehörte zur damaligen Zeit nach Vererbung dem Grafengeschlecht von der Salm, welche es an Kurtrier verkauften. Jüngste Funde aus dem Jahr 2012 belegten jedoch eine bereits viel frühere Bebauung des Burgbergs: Mauerreste eines römischen Kastells aus dem 4.-5. Jh. n. Chr. wurden hier fast zufällig am Fuß der Burg entdeckt. Einem solchen Kastell verdankt Bernkastel-Kues auch letztlich seinen Namen. Entlang der ganzen Mosel wurden in den Höhenlagen eine ganze Kette solcher Bergfestungen angelegt, von denen aus man Mosel und Region gut überwachen konnte.

Jene römische Festung auf dem Bernkasteler Berg wurde durch die heutige Burg und ihre Vorgänger nicht gänzlich überbaut, sodass die Ausmaße des einstigen Römerkastells noch heute in abzuschätzen sind. Etwa 60 x 30 Meter soll es groß gewesen sein. Über eine Mauerstärke von fast 2 Metern und 5-6 große, quadratische Türme mit einer Seitenlänge von jeweils 6 Metern wird berichtet. Über die Jahre wurde so auf den alten Grundmauern Burg um Burg errichtet und wieder zerstört, zuletzt eben jene Burg Landshut, deren Ruine noch heute auf dem Berg zu besichtigen ist.

Über die folgenden Jahre nach ihrer Erbauung wurde die Burg von den Trierer Bischöfen weiter und weiter nach deren Gusto ausgebaut und diente ihnen schließlich auch als Sommerresidenz. Einem von ihnen soll diese Annehmlichkeit sogar das Leben gerettet haben, denn er wurde durch den Genuss des berühmten „Bernkasteler Doktor“-Weins geheilt. Im 16. Jahrhundert wurde sie gar zum Sitz des Trierer Amtmannes, der die Region verwaltete.

All dieser Ruhm und die hohen Gäste nützten der Burg zuletzt jedoch leider nichts: Was der Stadt zu ihren Füßen und deren wunderschönem historischen Ortskern erspart blieb, traf die Burg Landshut um so härter: Am 8. Januar 1692 wütete ein verheerendes Feuer in der Festung und brannte sie zur Ruine nieder. Seit den 20er Jahren ist die Burg im Besitz der Stadt und wird durch diese verwaltet. Derzeit wird sie umfangreich renoviert und restauriert und ist den Besuchern daher aktuell nur eingeschränkt (Innenhof) zugänglich. Aufgrund der Funde aus römischer Zeit gilt sie heute als möglicherweise eine der ältesten Burgen im Moseltal.

Eine Fahrt mit dem alten  Shuttle-Express ist für Auto-Liebhaber bereits ein Erlebnis. © Stephanie Zang
Eine Fahrt mit dem alten Mercedes-Shuttle-Express ist für Auto-Liebhaber bereits ein Erlebnis. © Stephanie Zang
Noch immer trohnt die Burg Landshut majestätisch auf dem Burgberg. © Stephanie Zang
Noch immer trohnt die Burg Landshut majestätisch auf dem Burgberg. © Stephanie Zang
In dem alten Gemäuer gibt es manche schönen Ecken. © Stephanie Zang
In dem alten Gemäuer gibt es manche schönen Ecken. © Stephanie Zang
Direkt vor den Toren der Burg geht es steil hinab ins Moseltal. © Stephanie Zang
Direkt vor den Toren der Burg geht es steil hinab ins Moseltal. © Stephanie Zang
Von den Mauern der Ruine aus kann man den Blick ins Moseltal genießen. © Stephanie Zang
Von den Mauern der Ruine aus kann man den Blick ins Moseltal genießen. © Stephanie Zang

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