Der Erbeskopf ist mit seinen 816 m die höchste Erhebung des Hunsrücks. Gelegen im Naturpark Saar-Hunsrück hat er sich in der Vergangenheit vom Militärstützpunkt zum Freizeit- und Wintersportzentrum entwickelt. Doch auch im Sommer lohnt hier ein Besuch auf der Sommerrodelbahn. So lädt das Gipfelplateau zu jeder Jahreszeit Familien und Sportbegeisterte zu Tagesausflügen und Naturerkundungen der besonderen Art.
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Fahrzeit: 40 Minuten
Eintritt: frei, die Fahrten mit dem Skilift kosten allerdings!
Öffnungszeiten: in der Wintersaison täglich von 11-21 Uhr
Spaß für die ganze Familie: ★★★★★ (Es ist kaum zu fassen, wie die Kleinen den Hügel hinabbrausen und ihren Eltern was vormachen. Für die (noch) nicht Ski-Erprobten gibt es aber auch Schlittenhänge. Also egal ob Ski, ob Schlitten, Schneemann oder Schneeballschlacht… für die Kinder ist es ein Erlebnis.)
Barrierefrei: 🙁 (Sich seinen Weg durch den Schnee zu bahnen kann mit einem Rollstuhl eher schwierig werden.)
Kinderwagen: 🙂 (Ein geländegängiger Kinderwagen kann hier im Winter bei hohem Schnee von Vorteil sein.)
Haustiere: Hunde sind hier erlaubt.
Kontakt / Link: http://www.erbeskopf.de/tourismus-kultur/wintersportzentrum-erbeskopf.html oder Skiverleih oder Skischule oder Mail an info@skiverleiherbeskopf.de
Koordinaten: 49°44’10.4“N, 7°05’02.5“E oder Karte
Navigation: Wintersportzentrum Erbeskopf, 54424 Thalfang
Parken: Parkgelegenheiten gibt es kostenfrei direkt am Erbeskopf.
Good-to-know: Auch im Sommer sollte man den Erbeskopf nicht schmähen: Mit seinem Skulpturenweg, dem Sinnespfad, dem Waldseilgarten und nicht zuletzt der Sommerrodelbahn gibt es hier Spaß quer durch die Jahreszeiten.
Tipps: Die Tickets für die Liftfahrten kann man sich auch teilen. In einer Gruppe mit vier Personen kann man also mit einem zwanziger Ticket fünf Abfahrten absolvieren, dann ist das nächste Ticket dran. Wer dennoch eines zu viel gekauft hat muss sich aber auch keine Gedanken machen, denn sie gelten im nächsten Jahr immernoch!
Ausführliche Information:
-50°C: Die Seelöwen verlassen Grönland. Der Hunsrücker tauscht die Fingerhandschuhe gegen Fäustlinge.
-75°C: Der Weihnachtsmann verlässt den Polarkreis. Der Hunsrücker klappt die Ohrenklappen seiner Mütze runter.
-273,15°C: Absoluter Nullpunkt. Keine Bewegung der Elementarteilchen. Der Hunsrücker gibt zu: „Ja, es ist etwas kühl geworden…“
Wer Schnee und Kälte liebt, sollte es im Winter nicht versäumen mit einem winterfesten Auto auf den Hunsrück hinauf zu fahren. Auf den endlosen Feldern kann man hier durch den weißen Pulverschnee wandern, während im Tal schon nur noch der Matsch auf den Straßen liegt. Schneemänner bauen, Schneeballschlachten oder einfach nur die schöne Landschaft genießen, zu all dem lädt die Region ein.
Dieses Klimaphänomen haben auch die Betreiber des „Wintersportzentrums Erbeskopf“ bemerkt und es sich zu Nutze gemacht. So wandelt sich die höchste linksrheinische Erhebung Deutschlands im Winter zu einem Paradies für Skifahrer, Rodler oder auch Langläufer. Auf insgesamt 3 Abfahrtspisten mit einer Gesamtlänge von mehr als 2 km und einer Höhendifferenz von 140 m finden sich täglich von 11-21 Uhr zahlreiche begeisterte Wintersportler ein, deren Terminkalender gerade vielleicht keine 5-stündige Fahrt nach Österreich oder in die Schweiz zulässt.
Damit ein solcher Ausflug zum Spaß für die ganze Familie wird ist auch für die Anfänger gesorgt, denn auch ein Übungshang steht hier zur Verfügung. Die Ski können, ebenso wie Snowboards und Schutzausrüstung direkt vor Ort ausgeliehen werden. Ist alles bereit, so geht es mit einem der drei Lifte den Berg hinauf.
Mit Einbruch der Dämmerung sorgt die Flutlichtanlage dafür, dass sich ein Ausflug hierher auch am Abend nach der Arbeit noch lohnt. Anschließend geht es zum Après-Ski in die Pistenhütte.
Langläufer kommen auf einer der vielen Strecken von 6,4 bis 22 km Länge auf ihre Kosten. Und auch die Rodler dürfen sich neben dem kleinen Übungshang an zwei ausgefeilten Bahnen erfreuen.
Doch auch auf wärmere Temperaturen ist die Region rund um den Erbeskopf bestens vorbereitet: Als ehemaliges militärisches Sperrgebiet bietet die Erhebung mittlerweile Platz für zahlreiche Kultur- und Sinnespfade. Die Gipfelskulptur „Windklang 816 m“ etwa beflügelt die Fantasie der Wanderer durch ihre Klänge. Als „durchschreitbare“ Skulptur bietet sie ein Erlebnis für alle Sinne, kann man von ihr aus doch den Blick über den Hunsrück schweifen lassen.
Noch mehr für die Sinne gibt es auf dem Sinnespfad zu erleben. Dieser gehört zu dem seit 2000 hier ebenfalls befindlichen Hunsrückhaus in dem es in einer interaktiven Ausstellung einiges über die Natur und Umwelt im Hunsrück zu lernen gibt. Als Niedrigenergiehaus ist das Gebäude zudem ein erlebbares Vorbild für ökologisches Bauen. Daneben laden verschiedene Routen zum Wandern ein. Die Geschicklichkeit kann im Waldseilgarten getestet werden. Doch die eingefleischten Wintersportanhänger werden wohl nicht umhin kommen auch der Sommerrodelbahn einen Besuch abzustatten.


Ob mit Schlitten oder auf den Skiern: Winterspaß gibt es hier für jedermann! © Stephanie Zang


