Moselweinfestival Traben-Trarbach

Traditionell verwandelt sich das Trarbacher Moselufer einmal im Jahr beim Moselweinfestival zu einer Festmeile mit Fahrgeschäften, Wein, Musik und kulinarischen Köstlichkeiten. Vom 11.-14.07.2014 war es wieder soweit und mehrere tausend Besucher folgten der Einladung in unseren schönen Ort. Auch der Regen konnte den Gästen dabei die Laune nicht verderben und so feierten sie bis tief in die Nächte hinein – nicht zuletzt natürlich den vierten Weltmeistertitel der Deutschen Fußballnationalmannschaft!

Nächster Termin: 08.-11.07.2015

Am Freitagabend wurde das Festival traditionell durch einen Festumzug eröffnet. Dieser wurde angeführt vom Musikverein Traben-Trarbach, gefolgt vom Bürgermeister und der Weinkönigin Anna I. von Traben-Trarbach. Viele weitere Weinhoheiten aus den Nachbarorten waren ebenfalls zum Fest geladen und gerne der Einladung gefolgt, unter ihnen auch die Moselweinkönigin Kathrin I. aus Kröv.  Auch viele kulturelle Gruppen aus Traben-Trarbach beteiligten sich am Umzug, etwa die „Sponheimer Musketiere“, die „Lorettas“, die „Biedermeier“-Gruppe, die Hochzeitsgesellschaft „Anno dazumal“ oder die Zunft der Stadtschröter, die auch an den folgenden Tagen durchs Programm führte. Nach Eintreffen auf dem Festplatz erklärten Bürgermeister und Weinkönigin das Moselweinfestival für eröffnet.

 Süße Leckereien für die großen und kleinen Kinder gehören einfach zur Kirmes dazu. © Stephanie Zang
Süße Leckereien für die großen und kleinen Kinder gehören einfach zur Kirmes dazu. © Stephanie Zang

Das „Weindorf“ wurde in diesem Jahr von insgesamt sieben Winzern bewirtschaftet, die ihre Stände am Ufer aufgebaut hatten. Hier konnte der Weinfreund sich ganz dem Weinstudium widmen und auch mit den Winzern selber ins Gespräch kommen.

Im Weindorf ließ es sich bei einer großem Auswahl an Weinen gut aushalten. © Stephanie Zang
Im Weindorf ließ es sich bei einer großem Auswahl an Weinen gut aushalten. © Stephanie Zang

Wer es etwas ausgefallener mag, der durfte sich über 3 Gläser Wein in 45 Metern Höhe freuen. Zum „Dinner in the Sky“ wurden die Gäste freischwebend an einem Tisch und Stühlen mithilfe eines Krans in luftige Höhen gezogen. Zum Wein und der Aussicht wurden Köstlichkeiten aus der Region gereicht und auch ein Beinahe-Fußbad in der Mosel durfte auf der Fahrt nicht fehlen. Ein himmlisches Erlebnis der besonderen Art. Ganze elf Mal hatte man am Samstag die Chance auf einer Fahrt in den Himmel dabei zu sein, das Highlight dürfte jedoch das 3-Gang-Menü während des traditionellen Feuerwerks um 22:45 Uhr gewesen sein.

Beim Dinner in the Sky konnten die Gäste in 45 Metern Höhe neben Speisen aus der Region auch die tolle Aussicht genießen. © Stephanie Zang
Beim Dinner in the Sky konnten die Gäste in 45 Metern Höhe neben Speisen aus der Region auch die tolle Aussicht genießen. © Stephanie Zang

Dieses wurde, wie in den letzten Jahren üblich nicht nur von der Grevenburg, sondern auch von der Brücke gezündet und ließ den Platz für eine Weile andächtig verstummen, als auch die Fahrgeschäfte ihre Lichter löschten, um das Spektakel am Himmel besser sichtbar zu machen. Am Ende gab es Beifall für die Pyrotechniker auf dem Berg sowie auf der Brücke.

Das Feuerwerk von Grevenburg und Moselbrücke lockt in jedem Jahr viele hundert Menschen zum Festival. © Stephanie Zang
Das Feuerwerk von Grevenburg und Moselbrücke lockt in jedem Jahr viele hundert Menschen zum Festival. © Stephanie Zang

Am Sonntag folgte das nächste Highlight in Form des römischen Weinschiffes Stella noviomagi, welches extra aus Neumagen seinen Weg nach Traben-Trarbach gefunden hatte. Es handelt sich dabei um einen fahrtüchtigen Nachbau eben jenes bekannten Neumagener Weinschiffes, welches einst auf dem Grab eines reichen römischen Kaufmanns gefunden worden war und seither im Rheinischen Landesmuesum in Trier zu bewundern ist.

Das Weinschiff Stella Noviomagi ist dem berühmten Neumagener Weinschiff nachempfunden. © Stephanie Zang
Das Weinschiff Stella Noviomagi ist dem berühmten Neumagener Weinschiff nachempfunden. © Stephanie Zang

Für Gute Unterhaltung sorgten zudem Bands und Kapellen aus der Region, die mit unterschiedlichem Programm zu jeder Tageszeit den richtigen Ton für die Besucher fanden.

Die Band "All in" zählte am Samstag Abend zu den Publikumsmagneten des Festivals. © Stephanie Zang
Die Band „All in“ zählte am Samstag Abend zu den Publikumsmagneten des Festivals. © Stephanie Zang

Am Sonntagabend hieß es dann für die Band aber 120 Minuten Pause, als auf der Bühne die Public Viewing Leinwand errichtet wurde. Diese war durch die Winzer des Weindorfs finanziert worden und wurde von den Gästen begeistert angenommen: Deutschland gegen Argentinien im Finale der Fußballweltmeisterschaft, bei strömendem Regen, also bestem Fritz-Walter-Wetter. Die pitschnasse Stimmung nach dem grandiosen Sieg der Deutschen? Ein Traum!!! Bei Moselwein und hupenden Autocorsos auf der ufernahem B53 feierten die mehr als 500 Fans ihre Mannschaft bis in die frühen Morgenstunden hinein.

Beim Public Viewing trafen sich trotz Fritz-Walter-Wetter viele hundert Fans an der Mosel. © Stephanie Zang
Beim Public Viewing trafen sich trotz Fritz-Walter-Wetter viele hundert Fans an der Mosel. © Stephanie Zang

Am Montag ließen es dann wohl alle etwas langsamer angehen und gemütlich das Moselweinfestival ausklingen. Doch in zwei Wochen geht es schon wieder weiter, beim Jakobstag, dann am Trabener Moselufer und der feierlichen Krönung der neuen Weinkönigin!

 

Kommentar verfassen