Versteckt in Tal und Wald bei Weipenrath, findet sich an der Straße die Walholzkirche. Im 12. Jh. erbaut diente sie lange Jahre als katholische Kirche für die umliegenden Ortschaften. Damals noch aus Holz, verlor sie infolge des dreißigjährigen Krieges jedoch rasch an Bedeutung und wurde schließlich nicht mehr genutzt. Im Jahr 1760 wurde die heutige barocke Kirche errichtet, in welche der romanische Turm der alten Kirche integriert wurde. Auch eine Glocke aus dem Jahr 1392 wurde in die neue Walholzkirche übernommen.
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Dreigiebelhaus Kröv
Wer mit dem Auto durch den Weinort Kröv fährt, dem fällt nahe der Straße unweigerlich ein prachtvolles Fachwerkhaus mit seinen drei Giebeln ins Auge. Es ist das heute als „Dreigiebelhaus“ bekannte ehemalige Rathaus des „Kröver Reiches“ und stammt aus dem 17. Jahrhundert. Seit vielen Jahren ist es im Besitz der Winzerfamilie Klein und beherbergt inzwischen Weingut, Strausswirtschaft, Gästezimmer und Trauzimmer. Ein Besuch im Haus oder dem angrenzenden Garten ist somit immer ein Erlebnis.
Weitere Informationen gibt es hier…
„Beller Raketenkuh“
Am Ortseingang der Hunsrücker Ortschaft Bell, wird der Blick der Vorbeifahrenden unweigerlich auf die Scheune rechts der Straße gelenkt. Im Jahr 1986 war dieses Symbol der Hunsrücker Friedensbewegung im Vorfeld zu einer Großdemonstration gegen die Stationierung von 96 Cruise Missiles auf der Pydna bei Hasselbach von der „Wandmalgruppe Düsseldorf“ gestaltet worden. Noch heute gilt die „Beller Raketenkuh“, als Mahnmal des Kalten Krieges im Hunsrück: Die Raketen nimmt sie auf die Hörner und zertrampelt sie mit ihren Füßen. Bereits zweimal wurde das Gemälde inzwischen restauriert und erstrahlt seit dem Jahr 2014 wieder in neuem Glanz und alten Farben.
Kröver Felssturz
Dem aufmerksamen Autofahrer auf der B53 zwischen Kröv und Kinheim wird bei einem Blick über die Mosel die waldfreie Schneise am Prallhang der gegenüberliegenden Moselseite auffallen. Hier kam es nicht etwa zu einer mysteriösen Art von Waldsterben, sondern der Mensch selber legte im Jahr 1992 Hand bzw. Sprengstoff an. Bereits im Dezember 1991 entdeckten Experten einen Felsstück mit einer Masse von knapp 90.000 m3, das abzubrechen drohte. Mit Besorgnis beobachtete man über einige Monate hinweg, wie die Spalten und Risse immer mehr zunahmen, ehe im Mai 1992 schließlich die kontrollierte Sprengung erfolgte, die von vielen Schaulustigen in sicherem Abstand beobachtet wurde.
Noch immer wachsen auf dem Hang nur bodennahe Pflanzen und so liegt er brach inmitten der Waldschneise. Unterhalb verläuft ein Fahrradweg, der die Ortschaften Wolf und Kindel verbindet und gerade im Sommer sehr beliebt ist. Eine Mauer schützt dabei vor abrutschendem Schiefer. Hier kann man sich den Kröver Felssturz aus der Nähe anschauen.
Wer in die Höhe hinaufsteigen will, kann etwas weiter moselabwärts sein Glück probieren: In unmittelbarer Nähe auf dem Bergrücken ist nämlich die Ruine des Wolfer Klosters gelegen. Von hier hat man eine schöne Aussicht auf das Moseltal.
Panoramaweg Piesport
Plant man einen Besuch bei der Wallfahrtskirche Klausen oder der Brauneberger Kelteranlage, sollte man bei schönem Wetter einen kurzen Abstecher zum Panoramaweg nicht versäumen!
Eine Fahrt entlang des Weges offenbart einen unvergleichlichen Blick hinab ins Moseltal, der einst von dem Dichter Decimus Magnus Ausonius mit den „Reihen eines Amphitheaters“ verglichen wurde. Gemeint sind damit die endlosen Reihen an Reben, die sich den Berg hinauf ziehen. Doch auch die Felsformation im Süden (linker Hand vom Parkplatz aus gesehen), die gerne als „Moselloreley“ bezeichnet wird, ist beeindruckend. Besagter Parkplatz findet sich direkt am Panoramaweg bei den Koordinaten: 49°88’97.58“N 6°92’91.90“E. Von hier hat man einen Blick auf die Moselorte Minheim, Neumagen-Drohn, Piesport und Trittenheim.
Stumpfer Turm (Hunsrückhöhenstraße)
Die Ruine des „Stumpfen Turms“ an der Hunsrückhöhenstraße stammt aus dem 14. Jahrhundert. Er diente als Wachturm der nahe gelegenen Burg Baldenau und bescherte der im tiefer liegenden Dhrontal gelegenen Festung eine gute Wachtposition. Mit seinen knapp 10 Metern Höhe bot er einen weiten Blick über den Hunsrück, sodass man den herannahenden Feind rasch ausmachen konnte. So gewährleisteten Turm und Burg eine effektive Grenzsicherung des Kurstaates Trier unter Erzbischof Balduin.
Koordinaten: 49°51′24″N, 7°10′12″O
Am Wegesrand von: Burg Baldenau
